Waffenkauf: Psychotest schreckt viele ab

Der Waffenhandel verzeichnete laut ORF in den letzten Jahren deutliche Umsatzeinbußen von bis zu 60 Prozent. Besonders der seit 1997 eingeführte Pyschotest beim Erst-Erwerb einer Faustfeuerwaffe schrecke ab.

Der Zugang zu einer Faustfeuerwaffe – also einem Revolver oder einer Pistole – wurde durch das neue Waffengesetz deutlich erschwert.

Psychotest, Unterweisung im Waffengebrauch und Behördengebühren halten viele Interessenten vom Waffenkauf ab, sagt Wilfried Beer, Sprecher des Vorarlberger Waffenhandels. Neben den Kosten, die zwischen 350 und 400 Euro liegen, ist vor allem der Psychotest eine Hemmschwelle, sagt Beer.

Beim Psychotest fallen ca. fünf bis zehn Prozent der Kandidaten durch. Für Beer stellt der Psychotest lediglich eine Momentaufnahme dar, Psychologe Bernhard Mika hält ihn jedoch für aufschlussreich. Der Psychotest gebe doch Aufschlüsse über Charakter und bestimmte Persönlichkeitseinstellungen.

Keine Probleme gibt es für jene Waffengeschäfte, die sich spezialisiert haben. Der große Kundenstock von Waffen Fröwis zum Beispiel, sind Sportschützen und Jäger, Umsatzeinbußen gebe es daher keine.

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