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Wachkoma-Station am LKH Rankweil

Nun ist es offiziell: am LKH Rankweil wird eine Station für Wachkoma-Patienten eingerichtet. Am Dienstag fasste die Landesregierung den entsprechenden Beschluss.

Die Realisierung wird mit einem Investitionsbeitrag von 600.000 Euro bewerkstelligt. Die neue Station umfasst 14 Betten. „Damit sind wir in der Lage, diese Menschen noch besser zu betreuen, ist für Gesundheitslandesrat Dr. Hans-Peter Bischof der finanzielle Aufwand „absolut gerechtfertigt. Abgesehen davon sei es eine wichtige Investition in die Pflegequalität für diese tragischen Erkrankungsfälle.

Großer Pflegebedarf

Mit dem nun getätigten Beschluss konnten die Bemühungen um eine Verbesserung der Betreuungssituation von Wachkoma-Patienten laut Bischof erfolgreich abgeschlossen werden. „Wir sind verpflichtet, für diese Menschen alles zu tun, was möglich ist. Vor allem auch im Interesse der Familienangehörigen, so der Landesrat.

In Vorarlberg gibt es rund zwanzig Wachkoma-Patienten. Durchschnittlich 10 bis 15 von ihnen werden im LKH Rankweil stationär behandelt. Etwa gleich viel sind in verschiedenen Pflegeheimen untergebracht. Da es sich bei Wachkoma-Patienten um Menschen handelt, die eine besonders intensiven Pflege brauchen, erfolgt die Finanzierung der Einrichtung nicht über den Spitalsfonds, sondern über die Sozialhilfe. Das ist auch bei anderen Betreuungsfällen die Regel.

Herausforderung

Wachkoma-Patienten leiden am so genannten appallischen Syndrom. Sie scheinen wach, zeigen aber kein erkennbares Bewusstsein. Das heißt, man kann nie sicher sein, ob diese Menschen noch etwas wahrnehmen. Das stellt für die medizinische Betreuung und Pflege eine besondere Herausforderung dar. Wenig Hoffnung besteht, wenn das Wachkoma über drei bis vier Monate ohne ein Zeichen der Besserung andauert. Verursacht wird es hauptsächlich durch schwere Schädel-Hirn-Verletzungen, Sauerstoffmangel nach Herzstillstand oder eine nicht erfolgreiche Wiederbelebung.

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