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VW-Importeur Porsche freut sich über große Auto-Nachfrage

Lieferprobleme bei Chips führen zu längeren Bestellfristen bei Neu-Pkw
Lieferprobleme bei Chips führen zu längeren Bestellfristen bei Neu-Pkw ©APA/dpa-Zentralbild
Der VW-Generalimporteur Porsche Holding mit Sitz in Salzburg vermeldet eine große Nachfrage nach neuen Autos. "Wir haben nach den ersten drei Monaten 2021 so viele Aufträge, wie wir in den vergangenen Jahren nicht hatten. Unser Auftragseingang ist verglichen mit einem Normalauftragsbestand vor Corona um 40 Prozent gestiegen", sagte Holding-Chef Hans Peter Schützinger im Interview mit den "Salzburger Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe).

Dies habe mehrere Gründe. Bei den Elektro- und Hybridautos wirkten sich Investitionsprämie und E-Mobilitätsförderung positiv aus. Und die NoVA-Erhöhung im Nutzfahrzeugbereich sorge für Vorziehkäufe. "Das Problem in diesem Zusammenhang: Bis Ende Juni muss bestellt und bis Oktober ausgeliefert werden. Geht sich das aus? Wir können es nicht garantieren, je später bestellt wird, desto schwieriger wird es natürlich", so Schützinger.

Die Zahlen der Statistik Austria zeichneten zuletzt ein düsteres Bild: Nach einem Einbruch im Jänner ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen auch im Februar zurückgegangen (Zahlen für März liegen noch nicht vor). Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im Februar 2021 mit 19.863 Autos um 5,7 Prozent weniger Neuzulassungen. Im Jänner hatte der Rückgang im Jahresvergleich 38,4 Prozent betragen.

Die weltweiten Lieferprobleme bei Chips wirken sich mittlerweile auf die Auslieferungszeiten für die Neuwägen aus. "Es dauert leider etwas länger als gewohnt, aber wir sind bei den meisten Modellen noch im laufenden Jahr, wenngleich im Herbst. Wir haben Lieferzeiten von etwa einem halben Jahr, außer bei den elektrischen Modellen, die kommen etwas früher", sagte Schützinger.

Zu den Auswirkungen der Coronapandemie auf Österreichs umsatzstärkstes Unternehmen - 2020 erwirtschaftete die VW-Tochter einen Umsatz von 21,5 Mrd. Euro - meinte Schützinger, derzeit gebe es noch flexible Kurzarbeit in den Werkstätten. "Auch das Homeoffice, dem wir vor Corona nicht so offen gegenüber waren, funktioniert gut", sagte er. Aktuell seien nie mehr als 500 der 2.000 Mitarbeiter in Salzburg gleichzeitig im Betrieb.

(APA)

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