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vSTYLE HOCKEY Bewertung des EHC Lustenau

Der EHC Lustenau beim ersten Training der neuen Saison
Der EHC Lustenau beim ersten Training der neuen Saison ©Philip von Oepen/vSTYLE HOCKEY
Hallo Eishockeyfreunde,

die ruhigen Tage sind vorbei und die letzte Saison des EHC Lustenau war alles andere als wie zufriedenstellend.
Auf dem Papier sah der Kader ganz anständig aus, jedoch konnte dieser nicht seine volle Leistung abrufen und so musste erste ein Trainerwechsel erfolgen damit die Leistungskurve nach oben ging.
Am Ende fehlten 5 Punkte für einen 8. Platz, welcher einen Playoffplatz garantiert hätte. In der kommenden Saison wird Lustenau aus meiner Sicht weiter oben landen, denn der Kader wurde entsprechend angepasst und die Offensive gehört mitunter zu einer der Stärksten der ganzen Liga.

Abgänge:

Jason DeSantis (EC Panaceo VSV – EBEL)
Lukas Schluderbacher (EC Panaceo VSV – EBEL)
Robin Axbom (Nyköping Gripen, Schweden)
Eetu-Ville Arkiomaa (Esbjerg Energy, Dänemark)
Jeff Ulmer (Karriereende)
Pierre Wolf (unbekannt)
Julian Mandlburger (unbekannt)
Fabian Mandlburger (unbekannt)
Fabian Glanznig (unbekannt)
Yan Stastny (unbekannt)

Zugänge:

Marc-Olivier Vallerand (Coventry Blaze – Großbritannien)
Martin Grabher Meier (Dornbirn Bulldogs, EBEL)
Chris D´Alvise (Dornbirn Bulldogs, EBEL)
Adis Alagic (HDD Jesenice, AlpsHL)
David Kreuter (EC Panaceo VSV, EBEL)
David Franz (EHC Liwest Black Wings Linz, EBEL)
Maris Jucers (Lyon, Frankreich)
David Labrecque (Lyon, Frankreich)
Lukas Reihs (Okanagan HC Europe U20, EBYSL)

vSTYLE HOCKEY FAZIT:

Bis auf den Abgang von Jason DeSantis tun den Lustenauern die Abgänge nicht wirklich weh wie ich finde. Betrachten wir mal die Zugänge:

Mit Maris Jucers und Lukas Reihs gibt es 2 neue Torhüter in Lustenau. Jucers ist die nominelle Nummer 1, Waldherr und Reihs sind die Ersatzkeeper. Jucers, ein Lette im Tor der Sticker, konnte zwar schon 3 lettische Meistertitel holen, gewann den französischen und lettischen Cup und stand schon beim Spengler Cup im Tor, aber kann er wirklich die Nummer 1 für Lustenau sein? Ich sage wenn er die Leistung aus Kasachstan und Polen, bei denen er jeweils 92,5% oder mehr hatte, wiederholen kann dann ja. Letzte Saison waren es 88,9% in Frankreich, welche mich nicht wirklich catchen und die Gefahr sehe, dass er damit den Lustenauern keine große Hilfe sein wird. Dann möchte ich doch lieber den jungen Waldherr im Tor sehen und die Verteidigung mit einem Legionären verstärkt.

Ist die Defensive stark genug?

David Kreuter ist quasi so der einzige und nicht wirkliche Neuzugang in der Defensive der Lustenauer. Man kennt Ihn bereits aus der letzten Saison, als er noch von Villach ausgeliehen war. Für diese Saison wurde er nun fix unter Vertrag genommen.
Die Defensive sehe ich schon auch ein wenig als den schwächsten Punkt in Lustenau.

Es stehen 6 Verteidiger im Kader (sehr gefährlich wenn man bedenkt dass sich einer verletzen könnte) und mit DeSantis hat man seinen Offensivverteidiger an die EBEL verloren (10 Tore und 30 Assists). Dieses Loch wurde bisher nicht gestopft und vermutlich wird der eine oder andere Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert (wie man in der Vorbereitung bereits bei Philipp Winzig und Thomas Auer gesehen hat) werden.

Alles in allem ist man vielleicht defensiv gut, aber was mit der offensiven Defense? Braucht es diese überhaupt? Vielleicht spielt es beim Trainer keine Rolle, einen offensiven Verteidiger zu haben, denn die Offensive ist, wie man weiter unten lesen kann, das Prunkstück der Lustenauer. Ich denke der Saisonverlauf wird es zeigen, ob die Lustenauer hier nochmals nachbessern werden.

Was kann die Offensive der Lustenauer?

Diese hat definitiv an Qualität gewonnen – und das massiv!

Von den Nachbarn aus Dornbirn konnten Martin Grabher Meier und Chris D´Alvise verpflichtet werden. Jeder kennt diese 2 Spieler im Land und jeder weiß, dass diese 2 Jungs die Qualität des Teams und der Liga steigern. Zusammen in Dornbirn, zusammen in Lustenau – die 2 Spieler kennen sich in und auswendig und werden zu einem gefährlichen Duo für jeden Gegner.

In meinen Augen wird MGM/Rasta (wie man Ihn auch immer nennen mag) diese Saison der beste österreichische Scorer der gesamten Liga. Dieser “Titel” ging letzte Saison bereits nach Lustenau. Philipp Koczera konnte mit 13 Toren und 34 Vorlagen überzeugen und wird dies auch diese Saison wieder tun – vielleicht sogar an der Seite von Martin Grabher Meier.

Das nächste gefährliche Duo was sich bilden könnte sind die 2 neuen Kanadier im Dress der Lustenauer. Marc-Olivier Vallerand und David Labrecque sind 2 Vollblutstürmer welche wissen wie es geht, Punkte zu sammeln.

Labrecque sammelte in den letzten 6 Jahren in Frankreich 187 Punkte in 149 Vorrundenspielen und in den Playoffs kommen nochmals 49 Punkte aus 44 Spielen dazu.
Vallerand war die letzten Jahre etwas der Weltenbummler (spielte auch schon beim HC Bozen in der EBEL) aber konnte jeweils als Scorer überzeugen (auch schon zu Juniorenzeiten). 65 Punkte aus 48 Spielen in Großbritannien sind ein tolles Zeugnis, etwas Sorgen machen mir die 145 Strafminuten dazu. Bedenkt man aber dass er dadurch ca. 1,5 Strafen pro Spiel bekommen hat (es sind 3 Strafminuten pro Spiel wenn man die 145 Strafminuten durch die 48 Spiele teilt) und abgesehen von seiner Einsatzzeit pro Spiel (die ich so nicht einsehen konnte) zeigt das wiederum wie gefährlich er für den Gegner sein wird.

Yan Stastny konnte zwar letzte Saison schön Punkten (53 Punkte) aber dieser gerät durch diese 4 Neuzugänge absolut in Vergessenheit.

Alagic und Franz – Lustenau nur eine Zwischenstation auf dem Weg zurück in die EBEL?

Für David Franz trifft diese Aussage definitiv zu. Der Junge (mittlerweile doch schon 25 Jahre alt) hat den Willen und körperlich das Zeug dazu seinen Weg als Eishockeyprofi zu gehen. Wird es spielerisch reichen, so dass die EBEL auf Ihn aufmerksam wird?
Das wird sich zeigen, denn in den letzten Jahren hat er nicht all zu viel Spielpraxis gesammelt. David pendelte zwischen Linz und Kapfenberg bzw. Zell am See. In den Vorbereitungsspielen hat man aber gesehen dass David sehr motiviert und fokussiert an seine neue Aufgabe herangeht. Sollte er spielerisch überzeugen können könnte das Tor Erste Bank Eishockey Liga (wo auch immer) wieder für Ihn aufgehen.

Mit Adis Alagic bekommt Lustenau einen Riesen ins Team – mit 1,93 Meter Größe sticht er recht schnell heraus. Adis ist in der Alps Hockey League kein unbekannter Spieler – wechselte er doch letzte Saison von Villach aus nach Jesenice und und konnte in 29 Spielen beachtliche 23 Punkte holen (Vorrunde + Playoffs). Alagic ist noch ein Jahr jünger als David Franz und sollte auch hier die Qualität des Spiels passen wird man Ihn wieder in der EBEL sehen.

Dennoch bleibt irgendwo noch so ein Quäntchen Sorge erhalten für die kommende Saison. Mit Coach Weber haben die Lustenauer einen wahnsinns Fachmann an der Bande stehen, der schon Profiteams wie den KAC oder den HC Thurgau als Trainer betreut hat. Und hier ist der Knackpunkt: viele hier sind keine Profis und arbeiten 40 Stunden die Woche. Wie auch Feldkirch und die Wälder ist Lustenau kein Profiteam und es wird ich zeigen, wie dies miteinander harmoniert. Kommt die Harmonie ins schwanken kann sich das schnell auf die Leistung der Spieler/des Teams negativ auswirken. Da Christian Weber aber letzte Saison schon übernommen hat und mit Philipp Hollenstein und Marc Nussbaumer 2 Lustenauer das Trainerteam verstärken gehe ich davon aus, dass dies auch diese Saison klappen kann.

Nächste Woche blicken wir zur VEU nach Feldkirch, wo es diesen Sommer recht ruhig war…

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