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ÖVP Vorarlberg würde absolute Stimmenmehrheit einbüßen

Schwarzach - Mit dem Verlust der absoluten Stimmenmehrheit für die ÖVP sowie Zugewinnen für FPÖ und Grüne würden derzeit Vorarlberger Landtagswahlen ausgehen. Die absolute Mandatsmehrheit bliebe der Volkspartei aber knapp erhalten. Michael Ritsch zur Umfrage

Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage hervor, die die Sozialdemokraten am Freitag präsentierten. Die SPÖ selbst würde wie die ÖVP Stimmenverluste erleiden und hinter der FPÖ auf den dritten Platz zurückfallen.

Mit der berühmten Sonntagsfrage hat im März in Vorarlberg das Meinungsforschungsinstitut Berndt auf Auftrag der SPÖ 305 Personen konfrontiert. Deren Angaben zufolge ginge eine Vorarlberger Landtagswahl derzeit so aus: Die ÖVP käme auf 48 Prozent Stimmen-Anteil und würde damit 6,9 Prozentpunkte einbüßen (Landtagswahl 2004: 54,9 Prozent). Die Freiheitlichen würden mit einem Plus von drei Prozentpunkten auf 16 Prozent (2004: 12,9) die Sozialdemokraten wieder vom zweiten Platz verdrängen. Die SPÖ ihrerseits müsste ein Minus von knapp zwei Prozentpunkten auf 15 Prozent (2004: 16,9) in Kauf nehmen. Auf 13 Prozent zulegen könnten die Grünen (2004: 10,2), das BZÖ würde mit 3 Prozent der Stimmen den Einzug in das Landesparlament verfehlen. Relativierend ist bei der Umfrage die Schwankungsbreite, die bei vier bis fünf Prozent liegt.

Abgefragt wurde weiters, welche Themen und Leistungen mit welchen Parteien in Verbindung gebracht werden. Die ÖVP konnte dabei unter anderem mit “guter Arbeit für die Bevölkerung” punkten, auch in Bezug auf einen “guten Spitzenkandidaten” – Landeshauptmann Herbert Sausgruber – und auf den Einsatz für die Wirtschaft bzw. “Stärke, Durchschlagskraft” wurde die Volkspartei am öftesten genannt.

Die SPÖ war der Umfrage zufolge jene Partei, der die größte “Sozialkompetenz” zugeschrieben wird, während die FPÖ am ehesten mit einer restriktiven Gastarbeiterpolitik in Verbindung gebracht wurde. Die Grünen wiederum wurden als Umweltschutzpartei und als zu migrantenfreundlich wahrgenommen.

Hinsichtlich der Zufriedenheit mit den Parteien schnitt die ÖVP relativ am besten bei der Wirtschaft und bei der inneren Sicherheit ab, die SPÖ hingegen beim Sozialen. Die FPÖ bekam ihre besten Werte bei der Sicherheit, die Grünen beim Umweltschutz.

SPÖ-Landesparteiobmann Michael Ritsch, der von der “Sonntagsfrage” selbst nicht viel hält, erklärte, dass seine Partei bei der Landtagswahl im September um den zweiten Platz kämpfen wolle. Bei der Umfrage sei im Mittelpunkt gestanden, wie die Partei ihr Profil schärfen könne. “Wir müssen nun noch stärker als bisher unsere Ideen soziale Sicherheit, Familie und Betreuung sowie Gesundheit und Pflege mit aller Kraft konsequent und verständlich aufbereiten”, so Ritsch.

VOL Live: Michael Ritsch zur Umfrage

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