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Vorerst keine weiteren Knochenfunde

Baggerarbeiten im Bereich der Alten Rhein-Mündung in den Bodensee haben am Donnerstag nach Angaben der Sicherheitsdirektion keine weiteren Knochenfunde zu Tage gefördert.  

Am Dienstagnachmittag war dort ein skelettierter menschlicher Schädel gefunden worden. Weitere Aufschlüsse erwartet man sich nun von einer DNA-Analyse, die von der Gerichtsmedizin in Innsbruck durchgeführt wird.

Ein Spaziergänger hatte den zur Hälfte im Schlick steckenden Schädel am Dienstagnachmittag entdeckt. Möglich wurde der Fund nur durch den derzeit extrem niedrigen Wasserstand des Bodensees. Der Schädel dürfte schon mehrere Jahre dort gelegen haben und wies keine Spuren einer Gewalteinwirkung auf. Auf Grund des hart gefrorenen Bodens konnten weiter gehende Baggerarbeiten am Fundort des Schädels erst heute, Donnerstag, in Angriff genommen werden.

Spekulationen, wonach es sich beim entdeckten Schädel um den Kopf der 1991 ermordeten Helga Pobornikoff handeln könnte, wurden vom Landeskriminalamt als „viel zu früh“ zurück gewiesen. Zunächst müsse man die DNA-Analyse in Innsbruck abwarten. „Derzeit weiß man noch nicht einmal, ob es sich um ein männliches oder weibliches Skelett handelt“, sagte ein Beamter des Landeskriminalamts auf APA-Anfrage.

Die Leiche der damals 71-jährigen Pobornikoff – der langjährigen Pressereferentin der Bregenzer Festspiele – wurde im Mai 1992 ohne Kopf aufgefunden. Ihr Mann wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Erste Erkenntnisse gibt es hingegen bei einem Skelett, das in den vergangenen Tagen am Bodenseeufer in Höchst gefunden wurde. Bei der äußerlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass es die Knochen eines 1,60 bis 1,80 Meter großen Mannes sind. Für nähere Aufschlüsse muss ebenfalls die DNA-Analyse in Innsbruck abgewartet werden. Mit dem jetzigen Wissensstand sei eine Abgleichung mit der Vermisstenliste nicht möglich. Im Bodensee werden mindestens 65 Leichen von Vermissten vermutet.

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