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Vorarlbergs Städte brauchen mehr als sieben Milliarden Liter Wasser im Jahr

Jeder Vorarlberger braucht über 100 Liter Wasser am Tag.
Jeder Vorarlberger braucht über 100 Liter Wasser am Tag. ©APA
Schwarzach - Die Vorarlberger Stadtbewohner brauchen zwischen 100 und 160 Liter Wasser. Jeden Tag. Dies ergibt eine Erhebung von VOL.AT unter den Stadtwerken. Der österreichweite Durchschnitt liegt bei zirka 130 Liter.

Der Wasserverbrauch der Vorarlberger schwankt beträchtlich, je nach Gemeinde. Während die Städtler im Süden am meisten Wasser benötigen, kommt ein Hohenemser mit vergleichsweise wenig Wasser aus. Gesamt betrachtet benötigt Dornbirn als einwohnerreichste Stadt auch das meiste Wasser. 2012 verrechneten die Dornbirner Wasserwerke 2.389.329.000 Liter, ohne Industrie und Gewerbe. Hohenems, als die kleinste Stadt des Landes, hat neben dem geringsten Gesamtverbrauch auch den niedrigsten Pro-Kopf-Verbrauch. Zum Vergleich: Laut der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch in Österreich bei 130 Litern am Tag.

Wasserbedarf seit 2002 leicht rückläufig

Der Wasserbedarf der Vorarlberger ist laut Jürgen Wirth von den Dornbirner Stadtwerken bis in die 1990er-Jahre kontinuierlich gestiegen.Von 1980 bis 2002 stieg der durchschnittliche Wasserverbrauch in der Messestadt von 114 auf 156 Liter pro Person. Seitdem sind die Zahlen wieder leicht rückläufig. “Es dürfte mit dem gestiegenen Lebensstandard zu tun haben, ab dann machen sich die wassersparenden Geräte im Haushalt bemerkbar”, vermutet Wirth als Ursache des Rückgangs. Dornbirn als Gartenstadt brauche in trockenen Sommern mehr Wasser, der Gartenwasseranteil liege bei geschätzten fünf Prozent des Gesamtwasserverbrauches.

Gemeindeüberschreitende Zusammenarbeit

Die verrechneten Wassermengen lassen sich jedoch nicht direkt auf die einzelnen Städte umlegen. Viele Wasserwerke sind über die eigenen Gemeindegrenzen hinweg tätig. So versorgen die Stadtwerke Dornbirn ebenfalls die Hohenemser Stadtteile Ober- und Unterklien mit über 500 Einwohnern. Hohenems wiederum stellt die Wasserversorgung für die östlich der Bahntrasse gelegenen Teile von Altach sicher. Auch die Montfortstadt Feldkirch hat mit dem Frastanzer Bezirk Fellengatter noch auswärtige Gebiete zu versorgen.

Büroräumlichkeiten in Statistik enthalten

Neben den Haushalten sind auch die Büroräume in der Statistik enthalten. “Da sich diese oft in Wohnanlagen befinden und über den selben Zähler laufen, kann der Verbrauch der Büroräumlichkeiten nicht extra ermittelt werden”, erläutert Wilfried Breuss, Geschäftsführer der Stadtwerke Bregenz. Laut Breuss brauchen Einfamilienhäuser mehr Wasser wie Wohnanlagen, dies wirke sich auf den Gesamtwasserverbrauch aus. Auch der Wasserverbrauch der Vorarlberger Wirtschaft ist den Wasserwerken meist nicht bekannt. “Die Industrie darf oft selbst Grundwasser für den eigenen Bedarf fördern”, erklärt Breuss. Daher könne man vonseiten der Gemeinden nicht mit Sicherheit sagen, wieviel Wasser die Wirtschaftsbetriebe tatsächlich in Jahr benötigen.

Unterschiedliche Erhebungsarten

Feldkirch führt als einzige Stadt Vorarlbergs keine getrennten Statistiken für Haushalte und Industrie und Gewerbe. Daher können die Daten nicht ohne weiteres mit den Zahlen der anderen Städte verglichen werden. In der Feldkircher Bilanz schlagen ungemessene Gartenbrunnen und Bauwasser mit bis zu 8.100 Kubikmeter, beziehungsweise mit 8,1 Millionen Liter Wasser pro Jahr zu Buche. Bludenz gab den durchschnittlichen täglichen Wasserverbrauch in Kubikmeter pro Person an. Von diesem Wert wurde auf den Gesamtwasserverbrauch in den einzelnen Jahren hochgerechnet.

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