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Vorarlbergs Schüler wollen kein Handy-Verbot

Herrscht bald Funkstille in Vorarlbergs Klassenzimmern? Nach einer Warnung der Wiener Ärztekammer folgte eine Empfehlung der Leiterin des schulärztlichen Dienstes an AHS-Direktoren, ein Handyverbot auszusprechen.

Das bedeutet, das Handy nicht nur während des Unterrichts abzuschalten, sondern gar nicht erst in die Schule mitzunehmen. WANN & WO hörte sich unter Schülern im Ländle um, wie sie auf mögliches Mobilfunk-Verbot reagieren würden. Fazit: Das Handy ist mittlerweile für über 80 % unverzichtbar geworden!

„Wichtig für die Familie“

Für Gillian ist das Verbot einfach unmöglich: „Ohne Handy geht nichts. Wenn meine berufstätige Mutter mir z. B. etwas Wichtiges mitteilen will, oder falls mir etwas passiert, sollte die Erreichbarkeit immer möglich sein“, so der 14-Jährige. Während dem Unterricht ist das Handy eh kein Thema, aber im Laufe des Vormittags werden doch regelmäßig SMS verschickt und Anrufe getätigt. Bei Gökhan (13 Jahre) gab‘s sogar schon Mal einen Notfall: „Ich habe mir im Turnunterricht den Fuß verstaucht. So konnte ich gleich meine Eltern anrufen.“

„Keine Chance dem Handyverbot! Sollte dieser Quatsch echt beschlossen werden, müssten sich Schülervereinigungen wie die AKS dagegen wehren. Es kann doch nicht sein, dass man das bestimmen darf. Die möglichen Risiken bleiben doch jeder Familie selbst überlassen. Wenn die Eltern sich Sorgen machen, bitte. Aber dann sollen sie uns verschonen. Nach einem Handy-Verbot kann man die Schule ja echt vergessen!“, zeigt sich Jörg über ein mögliches Verbot verärgert. Sauer ist auch Karin: „Ich kann ja verstehen, dass es nerven kann, wenn SchülerInnen immer wieder vergessen, das Teil während dem Unterricht abzuschalten. Aber bevor sie bei uns ,Verstrahlung‘ wittern, sollten sie lieber bei werdenden Eltern ansetzen. Alkohol, Zigaretten und Computersmog sind meiner Meinung nach gefährlicher als die Handystrahlung“, so die 17-Jährige.

Ihre Freundin Larissa (17) ergänzt: „Das Telefon pickt ja nicht 24 Stunden an unserem Schädel! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Strahlung so viel Einfluss auf uns hat. Wenn es einmal erwiesene Studien dazu gibt, werden sicher auch unsere Lehrer mit uns darüber reden, aber so wird ja nur Panik gemacht.“ Der 12-jährige Ante ist ebenfalls schockiert: „Das wäre sehr schlimm! Ich telefoniere ab und zu mit meiner Mama, wenn ich etwas essen gehe oder ihr noch vor Mittag sagen muss, was ich am Nachmittag mache.“ Fatma aus Feldkirch hätte gleich einen Lösungsvorschlag parat: „Dann kette ich mir das Handy eben an die Schultasche, das dürfen sie dann ja wohl nicht aufbrechen. Ohne Handy wäre es echt schlimm! Ich schreibe ja nicht dauernd mit Freundinnen, sondern mit meiner Mutter. Sie gibt mir Bescheid, ob und was es mittags zu essen gibt, ob ich noch was einkaufen muss, bevor ich nach Hause komme usw.“, so die 16-jährige Feldkircherin.

Diese Statements zeigen deutlich, wie wichtig das Handy mittlerweile für Schüler im Ländle ist. Ob das Verbot kommt oder nicht: Fest steht, dass Schüler nicht auf Handys „gefilzt“ werden dürfen. Was bleibt, wäre ein Verbot durch die schulische Hausordnung, doch da müssten erst Schule und Lehrer zustimmen und die haben bereits in Wien lachend abgewinkt . . .

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