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Vorarlbergs Politiker gegen "Abzockerei"

Die Abzocker-Initiative der Schweiz erhält viel Zuspruch.
Die Abzocker-Initiative der Schweiz erhält viel Zuspruch. ©EPA
Die Abzocker-Initiative der Schweiz, die sich gegen zu hohe Boni-Zahlungen im Management-Bereich ausspricht, findet auch in der Vorarlberger Politik viel Zuspruch. 
Johannes Rauch im Interview

Knapp 68 Prozent der Schweizer stimmten am Sonntag für die „Volksinitiative gegen die Abzockerei“ – eines der höchsten Ergebnisse, das je in einer derartigen Initiative erzielt werden konnte. Damit sollen in Zukunft zu hohe Abfindungen und Gehälter sowie horrende Bonus-Zahlungen für Manager unterbunden werden. Ein richtungsweisendes Ergebnis – auch für Österreich.

Rauch: „Nicht gerechtfertigt“

Für Johannes Rauch von den Grünen hat das Schweizer Ergebnis Beispielwirkung. Dass einige Topmanager trotz schlechter oder nicht erbrachter Leistungen Millionenzahlungen kassieren würden, sei nicht gerechtfertigt. „Da wird jetzt ein Riegel vorgeschoben. Das finde ich gut“, meint Rauch. Er ist zudem davon überzeugt, dass das Ganze auch ein Thema in Österreich sein wird. „Die Grünen haben das schon mehrmals thematisiert, auch im Nationalrat.“

Entlohnung von Leistung

Dieter Egger (FPÖ) ist ebenfalls von der Vorbildwirkung überzeugt. „Das sollte ein richtungsweisendes Ergebnis für Europa sein.“ Zwar spricht sich Egger für die Entlohnung von Leistung aus, allerdings nicht in den Dimensionen der Manager-Boni. „Die sind nicht tragbar“, sagt er und ist sich sicher, dass eine derartige Abstimmung in Österreich zu einem ähnlichen Ergebnis kommen würde. Dieser Meinung ist auch Veronika Marte von der ÖVP. Allerdings glaubt sie, dass der Erfolg einer derartigen Abstimmung in Österreich auch mit der populistischen Bezeichnung „Abzocker“ zusammenhängen würde. Vom Ergebnis an sich ist sie aber überzeugt. „Die Boni-Zahlungen sind teilweise wirklich zu hoch. Und das obwohl keine entsprechende Leistung getätigt wurde.“  

Wichtige Diskussion

Michael Ritsch hält vor allem die dadurch ausgelöste Diskussion für entscheidend und verweist auf die geforderte Millionärsabgabe in Österreich. „Das wäre eine gerechte Abgabe, weil es ja nur Nettomillionäre betreffen würde“, ist er überzeugt. Für problematisch hält er vor allem die Bezahlung von einigen Managern staatsnaher Betriebe. „In Vorarlberg gibt es da einige Beispiele von Leuten, die mehr verdienen als der Landeshauptmann, also ihr Chef.“ Das dürfe einfach nicht sein. Von einem ähnlichen Abstimmungsergebnis in Österreich ist Ritsch allerdings nicht überzeugt. „Nach dem Wahlergebnis von Stronach bin ich mir da nicht mehr so sicher.“

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