Vorarlbergs Handel wächst - und startet E-Commerce-Lehre

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Der Einzelhandel in Vorarlberg wächst weiterhin stärker wie im restlichen Österreich. Im Onlinebereich sieht man sich dennoch weiter in der Aufholjagd - und startet im Herbst mit der ersten E-Commerce-Lehre.

Die Zahlen sprechen für den stationären Einzelhandel in Vorarlberg: Die Umsätze stiegen 2017 um nominell 2,6 Prozent an, österreichweit nur um zwei Prozent. “Absolut beträgt der stationäre Einzelhandelsumsatz im Gesamtjahr 2017 in Vorarlberg rund 2,6 Milliarden Euro netto, beziehungsweise 3 Milliarden Euro brutto”, erklärt Spartenobfrau Theresia Fröwis. Berücksichtigt man die Preiseffekt durch Preissteigerungen, welche unter der Durchschnittsinflation liegen (1,7 gegenüber 2,1 Prozent), stieg der Umsatz um 0,9 Prozent.

Vorarlberg kauft mehr

Vorarlberg wächst weiterhin dynamischer als andere Bundesländer. Das Wachstum ist jedoch ungleichmäßig: Nur 44 Prozent der Einzelhändler haben auch ein Umsatzplus, 38 Prozent wiederum Umsatzrückgänge. An die 66 Prozent verzeichnete Gewinne 2015/16. Vor allem der Elekronik- und Spielzeugbereich sei rückläufig. Auch zeige sich, dass zentrale Lagen, egal ob Ortszentrum oder Einkaufszentrum, eher profitieren.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg vor allem in den vorausgegangenen beiden Jahren und blieb 2017 hoch. Die Zahlen sprechen hier jedoch ebenfalls eine konstante Sprache: 77 Prozent sind weiblich, 28 Prozent mit Migrationshintergrund, über die Hälfte arbeitet Teilzeit.

Ab Herbst startet Vorarlberg als eines der ersten Bundesländer mit einem neuen Ausbildungsweg. Mit dem Lehrberuf des E-Commerce-Kaufmanns/-frau will man auf die zunehmende Bedeutung digitaler Verkaufskanäle reagieren. Die Vorbereitungen wie die Schulung der Ausbilder sei abgeschlossen, im Herbst hofft man eine erste Klasse mit an die 20 Onlinehandel-Lehrlingen füllen zu können. Diese sollen schlussendlich nicht nur Fähigkeiten im Verkauf und Marketing erwerben, sondern auch mit Analysetools umgehen lernen.

Online präsent sein

Von Seiten der Wirtschaftskammer sieht man hier den heimischen Handel weiterhin in der Aufholjagd im Digitalbereich. Die Wirtschaftskammer sieht ihre Aufgabe hier vor allem in der Unterstützung und Serviceleistungen. Nicht nur, dass ein Onlineshop vom Aufwand her eine neue Filiale bedeutet; der Kunde sei bereits einen hohen Standard im Onlinebereich gewöhnt und fordert diesen auch ein. Es mache nicht für jeden Laden Sinn, einen Onlineshop zu führen – man muss aber online zumindest auffindbar sein und Präsenz zeigen.

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