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Vorarlbergs Gemeinden im Kampf gegen die Buchsbaumzünsler

Buchsbaumzünsler haben den Weg nach Vorarlberg gefunden.
Buchsbaumzünsler haben den Weg nach Vorarlberg gefunden. ©VOL.AT/Vonbank
Lustenau - Immer mehr Bürger in Vorarlberg machen sich Sorgen um ihre Sträucher. Der Buchsbaumzünsler, ein gefährlicher Schädling, befällt derzeit in einigen Orten Vorarlbergs den beliebten Buchs. Nach Götzis hat jetzt auch Lustenau mit dem Zünsler zu kämpfen.
Buchsbaumzünsler in Götzis
Zünsler-Invasion in Götzis

Der Buchsbaumzünsler ist für Pflanzenliebhaber so etwas wie der Feuerbrand für die Obstbauern. Der Schädling, ein weißer, nachtaktiver Kleinschmetterling, kann alle immergrünen Buchssorten befallen – und das sogar bis zu vier Mal im Jahr. Immer mehr Pflanzen in Vorarlberg sind betroffen. Auch im VN-Bürgerforum wird das Thema derzeit intensiv diskutiert.

Besorgte Bürger in Lustenau

Die Lustenauerin Heike Riedmann-Hofer macht im VN-Bürgerforum auf die Buchsbaumzünsler-Situation in Lustenau aufmerksam. Seit Wochen klingle sie an  jedem Haus in der Nachbarschaft und der näheren Umgebung um zu informieren, dass ihre Buchsbäume vom Zünsler befallen sind. In Lustenau-Hasenfeld gebe es keinen Buchs, der nicht befallen ist.

“Wir haben mit Spritzen im Moment großen Schaden abwenden können. Es ist aber nur in den Griff zu bekommen, wenn ‘alle’ mitziehen”, tut Riedmann-Hofer ihre Sorge kund. Auch auf dem Friedhof haben viele Buchs bepflanzt, und auch an der Phillip-Krapfstraße wären ihr Hecken vor Wohnanlagen aufgefallen die voller Raupen sind. “Den Hausmeister scheint es nicht zu interessieren, er wurde schon darauf aufmerksam gemacht”, ärgert sich Riedmann-Hofer.

Sie fragt sich, was die Gemeinde gegen den Befall unternimmt.

Lustenau im Kampf gegen die Schädlinge

Die Marktgemeinde informiert im Gemeindeblatt und auf der Lustenauer Homepage über die Gefahr des sich rasch verbreitenden Buchsbaumzünslers, erklärt Astrid Riedl, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Marktgemeinde Lustenau gegenüber VOL.AT. Beim Gemeindefriedhof im Hasenfeld spritzt der Friedhofswart seit geraumer Zeit die dortigen Büsche, auch auf den Gräbern. Dadurch soll der Plage Einhalt geboten werden, erklärt Riedl. Der Bauhof wiederum bekämpft auf Gemeindegrundstücken  und Straßen die Büsche und hat nach Auskunft des Bauhof-Leiters Erich Grabher-Meier die Situation noch gut im Griff. Die Situation sei aber durchaus ernstzunehmen.

Im Hausgarten empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume, erklärt Riedl im VN-Bürgerforum. Wird man fündig, kann man den Strauch mit einem harten Wasserstrahl oder  Hochdruckreiniger abspritzen und so die Schädlinge herausspülen. Es empfiehlt sich, ein altes Leintuch darunterzulegen, so dass der Buchsbaumzünsler nicht wieder zurück auf die Erde fällt. Eigelege und Raupen kann man händisch absammeln oder abklopfen, die Gespinste herausschneiden.

Fachmännische Hilfe durch den Gärtner

Die chemische Bekämpfung des Buchsbaumzünslers sollte fachmännisch erfolgen, vor allem die Dosierung der Pestizide, rät Riedl. Bei großflächigem Befall oder Kahlfraß ist ein Ersatz der Pflanzen durch robuste heimische Gehölze in Betracht zu ziehen. Sie empfiehlt, mit fachkundigen Gärtnern in Kontakt zu treten. Leider könne sich die Gemeinde nicht um jeden privaten Befall kümmern. Dazu reichen die personellen Ressourcen nicht aus, sagt Astrid Riedl. Um dem Problem langfristig entgegenzuwirken, wird der Leiter des Umweltreferates, Rudi Alge in Kontakt mit dem Obst- und Gartenbauverein, dem Bauhof und den Lustenauer Gärtnern treten. Eine Arbeitsgruppe, Gebietskontrollen und andere Maßnahmen werden ins Auge gefasst, erklärt Riedl.

Buchsbaumzünsler am Vormarsch

Seit einigen Jahren verbreitet sich der Schädling von der Schweiz bis zum Ruhrgebiet entlang des Rheins. Der Buchsbaumzünsler ist in Ostasien beheimatet und wurde mit Pflanzenimporten nach Mitteleuropa eingeschleppt. Vor rund fünf Jahren wurde er erstmals in unserer Gegend entdeckt und seit vergangenem Jahr auch in Vorarlberg. (LMO)

Ist auch Ihre Gemeinde von den gefräßigen Raupen betroffen? Was ist Ihr Gegenmittel?

Seit vierzehn Tage informiert die Marktgemeinde im Gemeindeblatt und auf der 
Lustenauer Homepage auf die Gefahr des sich rasch verbreitenden 
Buchsbaumzünslers. Die Buchssträucher werden durch intensiven Larvenfraß 
dauerhaft geschädigt, ein starker Befall führt rasch zum Absterben der 
Sträucher. Die Larven sind äußerst zäh, überleben strenge Winter und 
verbreiten sich auch sehr schnell.
Beim Gemeindefriedhof im Hasenfeld spritzt der Friedhofswart seit geraumer 
Zeit die dortigen Büsche, auch auf den Gräbern. Dadurch soll der Plage 
Einhalt geboten werden. Der Bauhof wiederum bekämpft auf Gemeindegrundstücken 
und ?straßen die Büsche und hat nach Auskunft des Leiters Erich Grabher-Meier 
die Situation noch gut im Griff.                   

Im Hausgarten empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume. Dazu 
schiebt man die Äste auseinander und sucht im Inneren der Sträucher nach 
Fraßspuren, Raupen, Gespinsten und Eigelegen an Blättern und Zweigen. Wird 
man fündig, kann man den Strauch mit einem harten Wasserstrahl oder 
Hochdruckreiniger abspritzen und so die Schädlinge herausspülen. Eigelege und 
Raupen kann man händisch absammeln oder abklopfen, die Gespinste heraus 
schneiden. Schnittgut bitte in einem geschlossenen Bio- oder Gartenabfallsack 
entsorgen.

Die chemische Bekämpfung des Buchsbaumzünslers sollte fachmännisch erfolgen, 
vor allem die Dosierung der Pestizide. Größere Raupen können mit im 
Hausgarten zugelassenen Insektiziden behandelt werden. Für kleine Raupen 
eignen sich auch biologische Mittel. Bei großflächigem Befall oder Kahlfraß 
ist ein Ersatz der Pflanzen durch robuste heimische Gehölze in Betracht zu 
ziehen. Die Lustenauer Gärtner erteilen fachliche Beratung und können den 
Zünsler auch mit wirksamen Mitteln bekämpfen.
Um dem Problem langfristig entgegenzuwirken, wird der Leiter des 
Umweltreferates, DI Rudi Alge in Kontakt mit dem Obst- und Gartenbauverein, 
dem Bauhof und den Lustenauer Gärtnern treten; eine Arbeitsgruppe, 
Gebietskontrollen und andere Maßnahmen werden ins Auge gefasst.

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