Vorarlberger wollen im Sommer das Ländle erkunden

©Lerch
Urlaub zu Hause und Tagesausflüge ins Ländle stehen bei den Vorarlbergern heuer im Sommer an. Das Bewusstsein für "Regionales" ist gestiegen und der "gute Zusammenhalt in der Gesellschaft" sowie "die Entschleunigung" wurden als positive Erfahrungen aus der Krise mitgenommen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie der Marktforschungsinstitute Dr. Auer – IMM (Lustenau) und Mediawerkstatt (Wien).

Die beiden Institute haben in einer repräsentativen Studie evaluiert, wie sich das Einkaufs-, Freizeit- und Reiseverhalten, in Zeiten von Corona, innerhalb einer bestimmten Zielgruppe verändert hat.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass die bestehenden Unsicherheiten und Planungsschwierigkeiten zu Änderungen der Konsum-, Freizeit- und Reisegewohnheiten führen. So haben 7 von 10 der Befragten in Zeiten des Lock-Downs ihre Konsumgewohnheiten verändert und vermehrt auf regionale Produkte gesetzt. Während ältere Bevölkerungsgruppen die regionalen Angebote auch künftig intensiver nutzen wollen, ist die Produktherkunft für jüngere Zielgruppen eher sekundär. Wie die beiden Institute betonen, ist auf diesen Umstand besonderes Augenmerk zu legen, hängt doch die Wirtschaftsleistung einer Region und die Sicherheit von Arbeitsplätzen unmittelbar mit der Attraktivität regionaler Produkte und Angebote zusammen.

17 Prozent verbringen ihren Urlaub zu Hause

Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) haben ihren Sommer- bzw. Herbsturlaub für heuer schon gebucht oder planen diesen noch anzutreten. Nur rund jede(r) Vierte (26 Prozent) ist noch unsicher und weiß nicht, ob er dieses Jahr noch auf Urlaub fährt. Jede(r) Sechste (17 Prozent) plant, seinen Urlaub zu Hause zu verbringen. Der Rest (6 Prozent) verzichtet auf einen Urlaub. Aber jede(r) Zweite (50 Prozent) gibt an, zudem noch einen Kurzurlaub über das Wochenende durchzuführen. Auf die Frage, wohin der beabsichtigte Sommerurlaub gehen soll, geben 60 Prozent an, in Österreich bleiben zu wollen. Jeder Sechste von diesen will dabei in Vorarlberg Urlaub machen.

Auch Tagesausflüge sehr beliebt

Zusätzlich ist sehr erfreulich, dass über 60 Prozent der Befragten in Vorarlberg vermehrt Tagesausflüge machen wollen, um noch unbekannte Flecken und Attraktionen des Landes zu erkunden.

Gespart wird bei Kunst und Schmuck

Während der Rotstift für Investitionen in den Bereichen "Kunst" und "Schmuck" sehr deutlich ausfällt, sind die Personen aus der befragten Zielgruppe in anderen Bereichen nicht so sparsam. Wenn es um "Gut Essen gehen", "Outfit", "Ausgaben für Garten oder Balkon", die Anschaffung von Fahrrädern oder Sportgeräten geht, ändert etwa nur jeder Fünfte seine ursprüngliche Planung. Bei der Neuanschaffung von Pkw, dem Renovieren des Eigenheimes aber auch der persönlichen Fortbildung verschieben oder verzichten rund 3 von 10 Befragten auf Ausgaben in diesen Bereichen.

"Die Entschleunigung tut gut"

Bei der offenen Frage „Welche persönlichen Erfahrungen aus der Corona-Krise mitgenommen werden?“, kamen häufig Antworten wie „die Entschleunigung tut gut“, „die Wertigkeit von Familie und der Zusammenhalt in der Gesellschaft sind gestiegen“ sowie die Erkenntnis, dass „Gesundheit und ein funktionierendes Gesundheitssystem sehr wichtig sind“. Beanstandet wurde unter anderem, dass „das Land schlecht auf derartige Katastrophen vorbereitet ist“, „sich ein Denunziantentum erstaunlich rasch ausbreitet“ und „die unkritische Haltung von Medien gegenüber Regierungsmaßnahmen“.

Die Studie „Konsum-, Freizeit- und Reiseverhalten in Zeiten von Corona“ wurde von den Marktforschungsinstituten Dr. Auer - IMM (Lustenau) und Mediawerkstatt Consulting GmbH (Wien) ohne Fremdfinanzierung als Eigenstudie durchgeführt. An der Studie haben sich 365 Personen beteiligt.

(Red.)

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