Vorarlberger "Territorialfragen" 1945/46

Es ist heutzutage kaum mehr bekannt, dass es 1945 Bestrebungen gab, die Region Balderschwang und das Westallgäu an Vorarlberg anzuschließen. Hierzu wird ein interessanter Vortrag gehalten.

Für den Vorarlberger Landesausschuss hatte jedoch die Wiedergewinnung und Sicherung des Kleinwalsertals Vorrang. Ulrich Nachbaur schildert diese Episode unserer Landesgeschichte in einem Vortrag, zu dem alle Interessierten am Mittwoch, 21. September, 17.00 Uhr, ins Vorarlberger Landesarchiv nach Bregenz (Kirchstraße 28) eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.

Nach der Befreiung von der NS-Diktatur im Frühjahr 1945 wurden in Österreich Territorialansprüche an Nachbarstaaten erhoben, die gegen die Alliierten Krieg geführt hatten. Ganz Österreich forderte Südtirol zurück, Kärnten erhob Ansprüche auf das Kanaltal, Burgenland auf das Ödenburger Gebiet, Salzburg auf das Berchtesgadenerland.

Der Vorarlberger Landesausschuss betrieb selbstverständlich sofort die Rückgliederung des Kleinwalsertals, das 1938 zu Bayern geschlagen worden war. Zudem gab es Bestrebungen, Balderschwang an Vorarlberg anzuschließen. Ähnliche Überlegungen betrafen das ehemalige „Landgericht Weiler“, das 1814 bei Bayern geblieben war. Wie ernst waren diese Pläne gemeint? Welche Chancen hatten sie? Wie agierte die Vorarlberger Landesregierung? – Ulrich Nachbaur wird versuchen, diese Fragen etwas zu beleuchten.

Der Vortrag ist ein weiterer Beitrag des Landesarchivs zum Jubiläumsjahr 2005 und findet im Rahmen der landesweiten Veranstaltungsreihe „Aufbruch in eine neue Zeit – Vorarlberg nach dem Zweiten Weltkrieg“ statt.

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