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Vorarlberger Sparkassen konnten EGT 2009 mehr als verdoppeln

Dornbirn -   Die Vorarlberger Sparkassen haben im Jahr 2009 ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 7,4 auf wieder 19,2 Mio. Euro (plus 158,3 Prozent) steigern können, nachdem das EGT 2008 wegen sehr hoher Wertpapierabschreibungen um 75 Prozent eingebrochen war. Beim Betriebsergebnis musste man aber einen Rückgang von 47,6 auf 40,5 Mio. Euro (minus 15 Prozent) hinnehmen.
Dies sei im Wesentlichen auf die Entwicklung der Zinsspanne zurückzuführen, erklärte Gruppensprecher Werner Böhler, Vorstandsvorsitzender der Dornbirner Sparkasse, am Mittwoch bei der gemeinsamen Bilanzpressekonferenz.

Insgesamt zeigte sich Böhler mit dem vergangenen Jahr jedoch “durchaus zufrieden”. Gegenüber 2008 habe man sich in den Kerngebieten deutlich verbessern können, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Hinsichtlich einer Prognose für 2010 gab sich Böhler vorsichtig. Die Voraussagen der Wirtschaftsforscher gingen weit auseinander, jedenfalls sei die Wirtschaftskrise aber noch nicht zur Gänze durchgestanden. Im zweiten Halbjahr werde es erste Tendenzen zu einem Anstieg bei den Zinsen geben, zeigte sich Böhler überzeugt.

Trotz der Wirtschaftskrise hat laut Böhler das Volumen der laufenden Kredite im vergangenen Jahr um knapp 75 Mio. Euro bzw. 2,4 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro zugenommen. An Neukrediten seien 600 Mio. Euro vergeben worden. In etwa im selben relativen Ausmaß – nämlich um 2,2 Prozent – ist der Umfang der verwalteten Kundengelder (Einlagen und Wertpapierdepots) um 86,7 Mio. Euro auf 4,1 Mrd. Euro angewachsen. Einen regelrechten Boom habe man bei den Bauspareinlagen erlebt, die um 26,3 Prozent auf 216,4 Mio. Euro gestiegen seien, sagte der Gruppensprecher.

Böhler sah den Erfolg der Sparkassen auch in der gesteigerten Eigenmittelquote (von 19,5 auf 20,7 Prozent) und Kernkapitalquote (von 17,5 auf 17,8 Prozent). “Wir konnten im Vorjahr 13.000 Neukunden bei uns begrüßen, das sehen wir als besondere Bestätigung unseres Wegs”, so der Vorstandsvorsitzende.

Zur angedachten Bankensteuer erklärte Böhler, dass die Geldinstitute ihren Beitrag zu leisten hätten. Der bessere Weg wäre für ihn aber eine internationale Finanztransaktionssteuer oder eine Besteuerung auf spekulative Geschäfte. Das Verbot von Fremdwährungskrediten wirke sich auf die Praxis der Vorarlberger Sparkassen nicht aus, da man bereits jetzt an Private praktisch keine Franken-Kredite mehr vergeben habe.

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