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Vorarlberger sind Österreichs fleißigste Radfahrer

Im Schnitt fährt jeder Vorarlberger 505 km im Jahr mit dem Fahrrad.
Im Schnitt fährt jeder Vorarlberger 505 km im Jahr mit dem Fahrrad. ©Unsplash
In keinem anderen Bundesland Österreichs wird das Fahrrad so häufig als Verkehrsmittel genutzt wie in Vorarlberg, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Schnitt sind die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger pro Person und Jahr 505 Kilometer mit dem Fahrrad unterwegs. Im Vergleich zum Autofahren werden damit rund 40 Liter Sprit und rund 100 Kilogramm CO2 vermieden. Der VCÖ betont, dass auch in Vorarlberg der Radverkehrsanteil noch deutlich erhöht werden kann.

Beim Radfahren im Alltag sind die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger unangefochten Österreichs Champions, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Verkehrsministeriums zeigt. Pro Person und Jahr werden für Alltagswege 505 Kilometer geradelt, das entspricht der Distanz von Bregenz nach St. Pölten, verdeutlicht der VCÖ. An zweiter Stelle liegen die Salzburgerinnen und Salzburger mit durchschnittlich 350 Radfahr-Kilometer pro Person und Jahr, “Bronze” geht an die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit 270 Kilometern.

Der VCÖ weist darauf hin, dass Radfahren im Alltag sehr gesund ist. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt täglich eine halbe Stunde Bewegung als Vorbeugung gegen zahlreiche Erkrankungen, wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen. Zudem ist Radfahren eine sehr kostengünstige Form des Individualverkehrs. Gerade auf Kurzstrecken ist der Spritverbrauch pro Kilometer sehr hoch. Durchs Radfahren im Alltag ersparen sich die Vorarlberger im Schnitt eine Tankfüllung pro Jahr, macht der VCÖ aufmerksam.

Großes Potenzial für mehr Radverkehr

Das Potenzial für mehr Radverkehr ist auch in Vorarlberg noch groß: Immerhin ist jeder dritte Alltagsweg kürzer als zweieinhalb Kilometer, sechs von zehn Strecken sind kürzer als fünf Kilometer. “Wenn dieses Potenzial stärker genutzt wird, gibt es weniger Staus auf den Straßen und zusätzlich kommt Vorarlberg den Klimazielen näher”, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Im Ortsgebiet kann das Radfahren durch Verkehrsberuhigung, Tempo 30 statt 50 und ausreichend Platz auf der Fahrbahn für den Radverkehr gefördert werden. Außerhalb des Ortsgebiets sind baulich getrennte Radwege wichtig, auch Schnellradwege als möglichst kreuzungsfreie Verbindungen sind auszubauen. Durch die Stärkung der Ortskerne und eine verkehrssparende Siedlungspolitik ist es ebenfalls leichter, mehr Alltagswege mit dem Rad zu fahren. Betriebe können durch Mobilitätsmanagement einen wichtigen Beitrag leisten, damit mehr Beschäftigte mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, Geschäfte können dazu beitragen, dass mehr Einkäufe mit dem Rad erledigt werden.

Mobilitätspreis Vorarlberg

Beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg sind auch Projekte von Gemeinden, Betrieben, Wohnbauträgern, Vereinen und Schulen gesucht, die das Radfahren im Alltag fördern. Jugendliche, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrlinge, ruft der VCÖ auf, ihre Ideen für eine klimaverträgliche Mobilität der Zukunft beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg einzureichen, der in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und den ÖBB durchgeführt wird. Einreichfrist ist der 9. Juni, Informationen und Unterlagen gibt es unter www.vcoe.at sowie beim VCÖ unter (01) 8932697.

(red)

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