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Vorarlberger Schülerinnen stellen sich hinter den kritisierten Islamlehrer

Die Schülerinnen sehen in der Diskussion eher Mobbing als angemessene Kritik.
Die Schülerinnen sehen in der Diskussion eher Mobbing als angemessene Kritik. ©APA, Facebook
Einseitiger Unterricht, Frauen verweigere er den Handschlag: Ein Vorarlberger Islamlehrer steht derzeit in der Kritik. Nun stellen sich mehrere aktuelle und ehemalige Schüler hinter ihn, vor allem weibliche.
Verhalten des Islamlehrers wird geprüft
Aufregung um Handschlagsverweigerung

Die Kritik kam von mehreren Lehrern und Direktoren: Der betreffende Islamlehrer verweigert mit Hinweis auf seine Religion und aus Respekt gegenüber seiner Frau anderen Frauen den Handschlag. Auch vertrete der charismatische Lehrer einen einseitigen Unterricht und aus Sicht seiner Kollegen bedenkliche Einstellungen.

mennel-islamlehrer
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Diskussion um Handschlag und Unterricht

So habe er nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo die Verantwortung durch radikale Islamisten in Abrede gestellt. Auch hätten sich einige von ihm unterrichtete Schülerinnen angefangen zu weigern, männlichen Lehrern nach Abschluss der Matura die Hand zu reichen. Die amtsführende Präsidentin des Landesschulrats und Bildungs-LR Bernadette Mennel betont, dass “Lehrer, die an österreichischen Schulen unterrichten, selbstverständlich verpflichtet sind, den Lehrplan ordnungsgemäß und kompetent einzuhalten und landesspezifische Werte, Sitten und Gebräuche zu berücksichtigen”. Dazu gehöre vor allem auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Auf Mennels Anraten hin prüft die Islamische Glaubensgemeinschaft in Vorarlberg derzeit die Eignung des Lehrers. Diese will bis in zwei Wochen ein Ergebnis ihrer Prüfung vorlegen. Gleichzeitig stellen sich nun ehemalige und aktuelle Schüler mehrerer Schulen hinter den 34-Jährigen.

Schüler stellen sich hinter den Lehrer

Sie fordern, die Religionsauslegung des in Deutschland studierten Lehrers zu respektieren, er schade damit schließlich niemandem. Auch sei sein Unterricht immer objektiv und nicht durch subjektive Einschätzungen geprägt. Vielmehr werde der Lehrer aufgrund seiner Einstellungen von seinen Kollegen an den Schulen schikaniert. Auch die Schülerinnen selbst berichten von negativen Erfahrungen mit anderen Lehrern aufgrund ihres Religionsbekenntnisses.

Daher wollen sie sich nun für den betroffenen Lehrer mit einer Unterschriftenaktion stark machen. Vor die Medien wollen Sie jedoch nicht treten. Mit dem Posting auf Facebook und den Kommentaren darunter sei alles gesagt, erklären sie gegenüber VOL.AT.

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