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Vorarlberger Rechnungshof kritisiert ungleiche Kindergartentarife

Bregenz - Der Vorarlberger Landes-Rechnungshof (RH) hält eine Angleichung der Kindergartentarife für die Eltern für notwendig. PrüfberichtReaktionen: Grüne - Fritz | FPÖ - Benzer

“Bestrebungen, eine Vereinheitlichung zwischen den Gemeinden herbeizuführen, waren bisher kaum erfolgreich”, erklärte RH-Direktor Herbert Schmalhardt im Prüfbericht über die Förderung der außerfamiliären Kinderbetreuung, der am Freitag veröffentlicht wurde. Überhaupt variierten die Elternbeiträge in den verschiedenen Einrichtungen stark. “Bestrebungen nach einer Vereinheitlichung sind fortzusetzen”, so Schmalhardt.

Grundsätzlich stellte Schmalhardt fest, dass sich das Angebot für außerfamiliäre Kinderbetreuung aufgrund der hohen Nachfrage dynamisch entwickelt habe. Kindergärten seien als traditionelle Einrichtungen in Vorarlberg flächendeckend ausgebaut, und auch die Zahl der Spielgruppen, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schülerbetreuungen an Schulen sei kontinuierlich gestiegen, sagte der RH-Direktor.

Die Kindergärten in Vorarlberg werden durch das Land, die Gemeinden, mögliche andere Träger und Elternbeiträge finanziert. Von 2003 bis 2007 stiegen die Förderbeiträge des Landes von rund 16 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro. Bei der Finanzierung der Kinder- und Schülerbetreuung – geleistet von Land, Gemeinden, Eltern – lag der Förderbeitrag des Landes 2007 bei 3,2 Mio. Euro (2003: 1,9 Mio. Euro). Wie Schmalhardt kritisierte, sind die Elternbeiträge jeweils unterschiedlich, zum Teil sehr unterschiedlich.

Die Betreuungsquote der vier- und fünfjährigen Kinder in den Kindergärten liegt bei 96 Prozent, womit Vorarlberg laut Schmalhardt im Bundesländervergleich eine Spitzenposition einnimmt. Mit Betreuungsquoten von zwölf Prozent bei Kindern bis zu drei Jahren und mit 51 Prozent bei den Dreijährigen liegt Vorarlberg allerdings unter dem Bundesdurchschnitt. Die Betreuungsquote der Kinder im Volksschulalter ist mit sieben Prozent relativ gering, der Bundesdurchschnitt sei doppelt so hoch, führte Schmalhardt aus.

Schmalhardt betonte den hohen Stellenwert, der der Kinderbetreuung eingeräumt werde. Die Novelle des Vorarlberger Kindergartengesetzes – diese sieht unter anderem eine Öffnung der Kindergärten für Dreijährige vor – bringe notwendige Verbesserungen. Positiv bewertet wurde vom RH-Direktor auch, dass die Gemeinden in Zukunft zur Durchführung von jährlichen Bedarfserhebungen sowie zur Planung der Bedarfsdeckung verpflichtet sind.

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