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Vorarlberger lassen Auto gerne stehen

Bregenz/Wien - Fast die Hälfte der Alltagswege legen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ohne Auto zurück, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung anlässlich des Autofreien Tages am Mittwoch zeigt.

Häufiger autofrei unterwegs sind nur die Wienerinnen und Wiener. Der VCÖ betont, dass Vorarlberg durch eine weitere Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs und der Bedingungen zum Gehen und Radfahren den Anteil auf über 50 Prozent erhöhen kann.

Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind viel häufiger autofrei unterwegs als angenommen wird. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass 46 Prozent der Alltagswege zu Fuß, mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. “Wenn die Politik den Weg der Verbesserungen des Öffentlichen Verkehrs und der Bedingungen zum Gehen und Radfahren fortsetzt, dann kann bis zum Jahr 2015 der Umweltverbund aus Gehen, Radfahren und Öffentlicher Verkehr das Auto überholen”, betont VCÖ-Experte DI Martin Blum.

In den Landeshauptstädten ist das bereits der Fall. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Bregenz 56 Prozent der Alltagswege autofrei zurückgelegt werden. Damit liegt Bregenz vor Graz (55 Prozent) und der Stadt Salzburg (54 Prozent). “Absoluter Spitzenreiter ist die Großstadt Wien, wo dank eines dichten Öffi-Netzes bereits 68 Prozent der Alltagswege mit Öffis, zu Fuß und dem Fahrrad absolviert werden. Auch für Wien gilt: Dieser Anteil sollte im Interesse der Luftqualität in Wien höher werden”, so VCÖ-Experte Blum.

Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass es im Mobilitätsverhalten zwischen den Bundesländern Unterschiede gibt. Während in Vorarlberg 46 Prozent der Alltagswege autofrei zurückgelegt werden und in Tirol 44 Prozent, sind es in Kärnten und Burgenland nur 34 Prozent. Wie die Bevölkerung mobil ist, hängt sehr stark von der Siedlungs- und Raumordnungspolitik sowie vom Angebot an Öffentlichen Verkehrsmitteln ab.

Die Bereitschaft, das Auto stehen zu lassen, ist in Österreich durchaus groß. “Das Auto verliert an Bedeutung. Immer mehr Autofahrer sind auch mit dem Fahrrad oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Entscheidend für die Verkehrsmittelwahl ist das Angebot. Und dieses Angebot ist in Österreich noch deutlich zu verbessern”, betont VCÖ-Experte Blum.

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