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Vorarlberger Landestheater besetzt Stellen neu

Trends berücksichtigt er bei seiner Auswahl nicht, entgegnet Intendant Harald Petermichl der Meinung, dass es Zeiten gibt, in denen der eine oder andere Typ besondere Chancen auf einen Bühnenjob hat.

Die Aussichten für junge Schauspielerinnen seien derzeit allerdings „katastrophal“, schränkt er ein. Am Vorarlberger Landestheater werden die Verträge von drei Künstlern aus verschiedenen Gründen nicht verlängert.

Neue Schauspieler

Bis zu dreißig Schauspieler-innen und Schauspieler hätten sich pro Posten beworben. Er konnte sich nicht einmal alle ansehen. Jene, die es bis zum Vorsprechen schafften, seien alle sehr talentiert gewesen. Schön für Sarah Krierer aus Wien und Wolfgang Reicher aus Graz, sie werden für zwei Jahre ins Ensemble aufgenommen. Fixiert wurde auch der Vertrag von Franz Nagel, den das Publikum bereits von Auftritten kennt.

Man hat zuletzt von personellen Veränderungen erfahren. Intendant Petermichl wie Artur Vonblon, Geschäftsführer der Kulturhäuser Betriebsgesellschaft, bestätigen das Gehörte im Grunde, sehen aber „keine Dramen“. Anika Pintar, Georg Jenny und Markus Schramm werden die Bühne verlassen. Petermichl kommentiert das mit „notwendiger Weiterentwicklung“.

Die hat sich auch die Dramaturgin Renate Aichinger vorgenommen. Nach ihrer ersten Inszenierung am Landestheater („Wittgensteins Neffe“ von Thomas Bernhard hat am 7. Mai Premiere) will sie in dieser Funktion in der freien Wiener Theaterlandschaft Fuß fassen.

Neue hinter der Bühne

Verabschiedet hat man sich auch von zwei Mitarbeitern der Technik-Abteilung. „Die Posten bleiben aber nicht leer“, versichert Vonblon. Man sei in allen Bereichen sehr knapp besetzt, schlank sei auch das Budget, „aber nicht so klein, dass wir blockiert sind“.

Keine Uraufführung

Mit der Bekanntgabe des neuen Spielplans hält sich das Theater noch zurück. Dass man sich, was die Opernproduktion betrifft, für die „Salome“ von Strauss entschieden hat, haben die „VN“ bereits berichtet. Uraufführungen wie zuletzt von Vorarlberger Autoren wird es in der nächsten Saison keine geben, dafür zwei bis drei österreichische Erstaufführungen, einen Shakespeare, ein großes Kinderstück etc. Der Programmumfang bleibe gleich.

Knapp 2 Millionen Euro erhält das Theater vom Land. Dem neuen Theater in St. Pölten, das mit dem Vorarlberger Landestheater zu vergleichen ist, stünden 40 Prozent mehr zur Verfügung, versucht Vonblon die Verhältnisse klar zu machen.

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