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Vorarlberger ist auch ohne Auto mobil

Immer mehr ArbeitnehmerInnen steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um.
Immer mehr ArbeitnehmerInnen steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um. ©VOL.AT
Schwarzach - Positive Entwicklung im Bereich der Mitarbeitermobilität: Eine Umfrage bei Vorarlberger Unternehmen hat ergeben, dass immer mehr Menschen den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Die Mobilitätsaktionen und Maßnahmen der Unternehmen scheinen Erfolg zu haben. VOL.AT fragte bei fünf großen Unternehmen im Ländle nach. Das Ergebnis: Die Tendenz zur Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel steigt an und immer weniger Mitarbeiter fahren mit dem eigenen Pkw zur Arbeit.

Anreize schaffen

Ein Grund für die positive Entwicklung ist die Schaffung von Anreizen, die die Mitarbeiter zur Benutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad bewegen sollen. Die Firma Omicron aus Klaus setzt beispielsweise auf ein Belohn-System. Wird der Arbeitsweg umweltschonend zurückgelegt, erhalten die Mitarbeiter dafür sogenannte „Eco-Miles“. Zwei Drittel der Mitarbeiter sammeln diesen Kilometer-Bonus bereits, der später gegen verschiedene Sachwerte, wie beispielsweise Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel oder verschiedene Gutscheine (z.B. Fahrradhändler), eingetauscht werden kann.

Mobil-Pass für Rhomberg Bau-Mitarbeiter

Eine ähnliche Aktion organisiert das Bregenzer Unternehmen Rhomberg-Bau mit seinen sogenannten Mobil-Pässen. Auch hier geht es ums Sammeln – rund 74.533 Kilometer legten die Mitarbeiter dieses Jahr mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, was einer CO²-Einsparung von 12,5 Tonnen entspricht.

Mobilitätszuschuss bei Blum

Auch bei der Firma Blum werden die Mitarbeiter belohnt, wenn sie auf ihren Pkw verzichten – und zwar in Form eines Mobilitätszuschusses. Zudem veranstaltet das Unternehmen jährlich einen Fahrrad-Wettbewerb, der die Mitarbeiter mit attraktiven Preisen zum Radfahren animieren soll. Über 500 Mitarbeiter haben 2012 daran teilgenommen und gemeinsam 527.000 km ‚gesammelt´.

Jahreskarten für Öffis

Besonders beliebt bei den Mitarbeitern der befragten Unternehmen sind Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel. Die Kosten werden dabei fast zur Gänze von den Unternehmen getragen. Allerdings ist diese Unterstützung häufig an Bedingungen geknüpft. So darf beispielsweise ein Mitarbeiter der Firma Zumtobel, der im Besitz einer Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr ist, nur an fünf Arbeitstagen pro Monat mit einem anderen Fahrzeug zur Arbeit kommen. Kontrolliert wird aber nicht – das Unternehmen setzt auf Vertrauen.

Verkehrsproblem Pfändertunnel

Insbesondere das Verkehrsproblem beim Pfändertunnel führte in letzter Zeit zur vermehrten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. „Gerade Kollegen aus dem deutschen Raum (oder auch Bregenz/Lochau) nehmen vermehrt die Bahn, da der Pfändertunnel das Nadelöhr ist und viel Nerven kostet“, stellt Astrid Kühn-Ulrich von der Zumtobel-Gruppe auch für die Firma Tridonic fest.

Weiteres Verbesserungspotenzial

Zwar scheint die Tendenz zur Nutzung umweltschonender Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit stetig anzusteigen, dennoch gibt es noch Verbesserungspotenzial. Thomas Rimmele, Umweltschutzbeauftragter bei der Firma Blum sieht das vor allem im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel. Da viele Mitarbeiter im Schichtbetrieb tätig sind und die Werke meist etwas außerhalb der jeweiligen Ortschaft liegen, sei die Benutzung von Bus und Bahn eher ungeeignet. Durch eine Verbesserung der Anbindung, z.B. zwischen Dornbirn und Hohenems und der Option zum Fahrradtransport in den öffentlichen Verkehrsmitteln, könnten weitere wichtige Schritte gesetzt werden.
Ein anderes Zukunftsmodell sieht Rimmele in der Förderung von Fahrgemeinschaften, beispielsweise in Form von Werkverkehr. Auch das ist bereits eine wichtige Alternative zur privaten Pkw-Nutzung, da das Radfahren tendenziell nur in den hellen Jahreszeiten zunehme.

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