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Umfrage der IV und WKV: Vorarlberger Industrie rechnet mit einer Durststrecke

Industrie steht unter Druck
Industrie steht unter Druck ©VOL.at/Sascha Schmidt
Dornbirn. - „Die heimische Industrie kommt zunehmend unter Druck. Wir stehen vor einer konjunkturellen Durststrecke. Neue Steuerbelastungen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter wären daher gerade jetzt eindeutig fehl am Platz“, warnt Christoph Hinteregger, Industrie-Spartenobmann aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2011.
Industrie erwartet Durststrecke

An der quartalsmäßigen Umfrage der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung haben sich 50 Unternehmen mit rund 22.700 Beschäftigten beteiligt. Der Geschäftsklima-Index der Vorarlberger Industrie – Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten – hat sich gegenüber dem 3. Quartal mit einem Wert von +6,60 Prozent weiter verschlechtert. Im Vergleich dazu lag der Wert im Jahr 2010 noch bei +45,10 Prozent. „Der Negativtrend seit Ende 2010 schlägt sich in Zahlen deutlich nieder, gleichzeitig sind diese aber noch im positiven Bereich und eine Trendwende ist möglich“, sagt Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg.

Ertragssituation allgemein gut

Aktuell wird die Geschäftslage von 56 Prozent der befragten Vorarlberger Unternehmen als gut, aber bereits von 10 Prozent als schlecht bezeichnet. Trotz der Verschlechterung befindet sie sich immer noch auf einem sehr guten Niveau. Ähnlich verhält es sich mit den aktuellen Auslandsaufträgen. Ebenso viele befragte Unternehmen werten den Bestand an Auslandsaufträgen gut und 10 Prozent sehen sich einer schlechteren Auftragslage gegenüber stehen.
Allgemein wir die Ertragssituation der heimischen Industrie als gut bezeichnet. Eine Steigerung scheint aber nicht in Sicht. Für die kommenden sechs Monate werden lediglich gleichbleibende Erträge erwartet. Nur ein geringer Anteil der Unternehmen glaubt an eine Verbesserung.

Beschäftigungsstand dürfte stabil bleiben

Durchwachsen aber doch noch stabil sind die Aussichten für den Beschäftigungsstand in den nächsten drei Monaten. „Nur 15 Prozent der Unternehmen wollen den Personalstand erhöhen. Gleich viele Unternehmen rechnen aber auch mit einem reduzierten Personalstand von 15 Prozent“, erklärt Hinteregger. Was Produktionskapazität und Produktionstätigkeit angeht rechnen gut 33 Prozent der Unternehmen mit  einer Steigerung und 15 Prozent mit einer abnehmenden Auslastung. Hervorzuheben sind die Meinungen zur Preisentwicklung. Hier stehen 16 Prozent, die an steigende Verkaufspreise glauben 12 Prozent, die mit fallenden Preisen rechnen, gegenüber. „Das ist typisch wenn es mal nicht so gut läuft. Da wird gekämpft und der Kampf wird über die Preise ausgetragen“, weiß Hinteregger.

Höhere Steuern sind fehl am Platz

„Reformen zur langfristigen Finanzierbarkeit bei Verwaltung, Pensionen und Gesundheit müssen endlich eingeleitet werden und substanziell öffentliche Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden eingespart werden, ohne Steuererhöhung oder neue Steuern. Klare Entscheidungen, wie sie auch die Wirtschaft trifft und die Mut und Rückgrat erfordern, sind jetzt notwendig“, fordert Hinteregger von der Politik. Gleichzeitig müsse auch Wachstum mit Investitionen in Zukunftsbereiche wie Bildung, Forschung, Innovation und Energie gefördert werden. „Dass es auch mit weniger Steuerbelastung geht, ohne unsozial zu sein, zeigen uns Länder wie die Schweiz seit Jahren eindrucksvoll auf“, untermauert Hinteregger seine Forderungen.

Keine Prügel mehr in den Weg werfen

2012 stehe der heimischen Wirtschaft ein herausforderndes Jahr bevor. „Den Betrieben in dieser Situation zusätzliche Prügel in den Weg zu legen, zeugt nicht gerade von wirtschaftspolitischem Sachverstand mancher Politiker. Statt in einer Endlosschleife die Steuerschraube nach oben zu drehen, müssen jetzt endlich echte Strukturreformen umgesetzt werden“, fordert Spartenobmann Christoph Hinteregger abschließend.

(VOL.at/Sascha Schmidt)

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