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Vorarlberger Grüne ohne Klubräume

Die Grünen haben bei der Landtagswahl am 19. September Klubstärke erreicht, über Klubräume im Landhaus verfügen sie aber noch nicht. Im Landtagstrakt des Landhauses sind lediglich Klubräume für drei Fraktionen vorgesehen.

„Das Landtagspräsidium sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass es vier Fraktionen mit Klubstärke gibt und eine grundsätzliche Regelung treffen“, forderte der Klubdirektor der Grünen, Ekkehard Muther, am Samstag im Gespräch mit der APA. Er möchte, dass den Grünen im Landtagstrakt Räume zur Verfügung gestellt werden.

Der Vorstandssprecher und Klubobmann der Grünen, Johannes Rauch, zeigte im Gespräch mit der APA „ein gewisses Verständnis für die Übergangssituation, weil es derzeit keinen amtierenden Landtagspräsidenten gibt“. Rauch pocht darauf, gleich große Büroräume mit Sitzungszimmer zu erhalten wie die anderen Fraktionen. Wie die „Vorarlberger Nachrichten“ in ihrer Samstags-Ausgabe berichten, will der designierte Landtagspräsident Gebhard Halder (VP) erst nach seiner Wahl zum Landtagspräsidenten bei der konstituierenden Sitzung des Landtags am 5. Oktober eine Entscheidung über die künftigen Klubräume der Grünen treffen.

Die Grünen sind seit 1984 im Landtag vertreten, mit Ausnahme der Periode von 1999 bis September 2004 jedesmal in Klubstärke, also mit mehr als drei Abgeordneten. Bei der Landtagswahl am 19. September legten die Grünen von 6,0 auf 10,2 Prozent zu und konnten mit vier Mandaten die Klubstärke zurückerobern. Beim Bau des Landhauses 1980 wurden im Landtagstrakt lediglich für drei Fraktionen Klubräume eingeplant. Dass jemals eine vierte Fraktion mit Klubstärke in den Landtag einziehen könnte, das schien damals offenbar nicht im Bereich des Möglichen zu sein.

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