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Vorarlberger fühlen sich im Internet überwacht - tun jedoch wenig dagegen

Die Vorarlberger fühlen sich im Internet überwacht.
Die Vorarlberger fühlen sich im Internet überwacht. ©VOL.AT/Steurer
Schwarzach - Wir fragten sowohl 2013 wie 2014 nach, wie sicher sich die Vorarlberger im Internet fühlen. Das Ergebnis: Die Vorarlberger fühlen sich im Internet beobachtet und sind gegen die Speicherung von Daten - ausgenommen es geht um Fragen der Sicherheit.
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VOL.AT fragte vergangenen Montag wie auch 2013, wie sicher sich die Vorarlberger im Internet fühlen. Skandale wie die die weitflächige Überwachung des Internets durch die NSA oder die bekannte Heartbleed-Lücke in der weltweit bedeutendsten Verschlüsselungssoftware haben das Vertrauen in die persönliche Sicherheit im Internet erschüttert. Doch welche Schlüsse ziehen die Vorarlberger aus den Skandalen? Die Daten im Vergleich.

Heartbleed ändert Nutzverhalten

Trotz des gewaltigen Echos auf Prism sahen 2013 noch recht wenig Vorarlberger einen Grund, ihre Internetnutzung zu verändern. Nach der Entdeckung von Heartbleed scheint sich dies geändert zu haben. Während 2013 nur 14 Prozent der Nutzer ihr Verhalten geändert haben, waren es 2014 bereits über ein Viertel der Befragten. Bei Vorsatz, das Verhalten zu ändern, ist der Unterschied kleiner. 2013 wollten bereits 28,5 Prozent ihr Verhalten ändern, 2014 waren es 34,1 Prozent. Nach Heartbleed haben bereits 40,2 Prozent der Befragten ihre Passwörter geändert.

Die Vorarlberger Internetnutzer sind nun vorsichtiger, was Persönliches im Internet angeht. Mehr als jeder Zweite will weniger persönliche Gespräche über das Internet führen. Auch die Nutzung von Diensten wie sozialen Medien und E-Mail wollen die Vorarlberger künftig seltener nutzen. Zu berücksichtigen gilt bei den Werten, dass an die zwei Drittel nichts an ihrer Internetnutzung ändern wollten und bei dieser Frage nicht berücksichtigt wurden.

Vorratsdatenspeicherung gerechtfertigt?

Die Nutzer von VOL.AT sind eindeutig gegen die Vorratsspeicherung und einer generellen Überwachung des Internets. Nach den Skandalen der letzten Jahre ist die Internetgemeinde sensibilisiert. Während 2013 noch 20 Prozent mehr oder weniger für die generelle Speicherung von Internetdaten war, sind es 2014 nur noch 13 Prozent der Befragten.

Fragen der Sicherheit setzen jedoch die meisten Vorarlberger vor ihr Recht auf Datenschutz. Auf die Frage, ob zur Verhinderung von Terrorismus Internetdaten gespeichert und analysiert werden soll, antworteten 53 Prozent (2013) mit “ja” oder “eher schon”. 2014 waren es noch 52,2 Prozent. Bei der Jagd nach Verbrechern sahen 56,9 Prozent (2013), beziehungsweise 56 Prozent (2014) die Speicherung und Analyse von Internetdaten als gerechtfertigt an. Wie nun die Exekutive nur Daten speichern soll, die es für die Jagd nach Verbrechern und Terroristen braucht, bleibt fraglich. Vor allem, da die Daten bereits im Vorfeld von Straftaten aufgezeichnet werden müssten, um sie dann auswerten zu können.

Im Internet beobachtet

Das grundsätzliche Vertrauen in die Privatheit des Internets ist recht gering. 2013 fühlten sich bereits zwei Drittel (64,3 Prozent) mehr oder weniger im Internet beobachtet. Aktuell fühlen sich von den befragten VOL.AT-Nutzern bereits über 70 Prozent im Internet überwacht.

Dennoch, der Großteil der Teilnehmer nutzt das Internet zum Einkaufen (2013: 80,2 Prozent, 2014: 78,4 Prozent). Mehr als die Hälfte nutzt dafür auch die Kreditkarte. Auch mit den persönlichen Daten gehen die Vorarlberger im Internet sparsam um. Über 70 Prozent geben an, keine persönlichen Daten im Internet preiszugeben. Die restlichen Befragten geben vor allem ihr Alter, Wohnort und den Bildungsgrad im Internet an. Wenn man bedenkt, dass gleichzeitig jeder zweite Befragte auf Facebook (2013: 49,8 Prozent, 2014: 49,9 Prozent) ist, dürften die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sein.

Um ihre Daten zu schützen, verringern derzeit ein Viertel ihre Internetnutzung (2013: 20,5 Prozent). Der Großteil setzt auf die Privatsphäreeinstellungen von sozialen Netzwerken, um Datenmissbrauch zu vermeiden (2014: 45,9 Prozent, 2013: 39,6 Prozent). Die Verschlüsselung von Emails bleibt vergleichsweise ein Randthema. 2013 verschlüsselten nur 18,9 Prozent ihre Internetpost, 2014 waren es bereits 22,7 Prozent.

Die Teilnehmer

Die Verteilung der Teilnehmer erstreckt sich über alle Alterschichten und Bildungsgrade. so haben jeweils zwischen 15 und 23 Prozent aus den Altergruppen 20 – 29, 30 – 39, 40 – 49, 50 – 59 und 60+ teilgenommen. Knapp ein Drittel der jeweils befragten hat als höchste Ausbildung eine Lehre absolviert, jeweils zwischen 17 und 23 Prozent verteilen sich in beiden Umfragen auf AHS- und BMS/BHS-Absolventen wie auch Akademiker. Insgesamt haben 2013 656 Personen, 2014 477 Personen an der Befragung teilgenommen.

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