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Vorarlberger Forstwirtschaft im Aufwind

Sinkender Holzpreis, Vergreisung der Wälder, Klimaveränderungen, zunehmende Siedlungsdichte und wachsende Mobilität setzen der Forstwirtschaft zu.

Auf diese ungünstigen Rahmenbedingungen reagiert die Vorarlberger Forstwirtschaft mit einer Offensivstrategie, die bereits gute Erfolge zeigt.

Mit einer Summe von zwei Millionen Euro unterstützte der Landesforstdienst im Vorjahr die Waldwirtschaft. Das aber ist nur ein Teil der Förderaktivitäten. Nachhaltiger sind die erfolgreichen Bemühungen zur Erhaltung und Stärkung des Schutz- und Bannwaldes, um die Waldverjüngung, zur Pflege der NATURA 2000-Gebiete und Strategien zu ertragreicher Vermarktung.

Wertschöpfung steigern

„Wir regen verstärkte Kooperation zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft, Sägewerken und Architektur an“, erklärte Landesrat Erich Schwärzler in der Absicht, die Wertschöpfung zu steigern. Diesem Zweck dient auch die Initiative, mehrere Forstbetriebe zu Gemeinschaften zusammenzuschließen, um bei der Holzbringung Synergien zu nützen. Eine ansehnliche Startförderung des Landes macht das für Betriebe attraktiv. Drei solche Kooperationen entstanden bereits: Jagdberg, Vorderland I und Montfort. Steigende Öl- und Stahlpreise sind für das Holz als Energielieferant und Baustoff eine Chance, die schon von vielen genützt werde, führte der Vorstand der Abteilung Forst in der Landesregierung, DI Siegfried Tschann, aus.

Waldaufseher werden „grüner“

Das Wissen um ökologische Kreisläufe ist wesentlicher Fortbildungsinhalt für die Waldaufseher. Dazu gehört auch das Einrichten von Altholzinseln, Spechtbäumen und Naturwaldzellen besonders in NATURA 2000-Gebieten. Im Landesforstgarten Brederis wird Augenmerk auf die Bewahrung genetischer Ressourcen gelegt. Hier werden standortgerechte Forstpflanzen herangezogen. Die Walderschließung durch Forststraßen steht auch schon vor dem Abschluss. Alle diese Aktivitäten führten zu einer erfreulichen Diagnose über den Vorarlberger Waldzustand. Während in Österreich nur 56 Prozent des Waldes als „natürlich bis mäßig verändert“ gelten, sind es im Ländle 85.

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