"Vorarlberger Finanzführerschein" wird zum 6.000. Mal übergeben

Projekt des Instituts für Sozialdienste macht Jugendliche fit für Umgang mit Geld.
Projekt des Instituts für Sozialdienste macht Jugendliche fit für Umgang mit Geld. ©VLK
Bregenz - Sechs Jahre nach Projektstart wird Anfang Juni 2012 der 6.000. "Vorarlberger Finanzführerschein" übergeben. Ziel der von der Schuldenberatung des Instituts für Sozialdienste (IfS) koordinierten Aktion ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen elf und 25 Jahren durch mehrere Informationsmodule fit für den Umgang mit Geld zu machen.

Insgesamt nahmen seit Beginn der Initiative 16.000 Heranwachsende an Workshops im Rahmen des Programms teil, informierten die zuständige Landesrätin Greti Schmid und Peter Kopf, Geschäftsführer der IfS-Schuldenberatung.

Finanzwissen für Arbeitslose

Man biete die drei Workshops zum Finanzführerschein in drei Altersklassen an, vor allem über Schulveranstaltungen und Lehrlingstreffen, so Kopf. Bei den Elfjährigen gehe es um den ersten Kontakt mit Geld, etwa dem Taschengeld. Die weitere Beratung richte sich an 14- und 15-Jährige, die etwa eine Lehre beginnen, und an die 16 bis 18 Jahre alten Jugendlichen, die nach Ende der Ausbildung über Finanzplanung informiert werden. In einer Weiterführung wird arbeitslosen 18- bis 25-Jährigen in Zusammenarbeit mit dem AMS “Finanzwissen kompakt” vermittelt.

Schuldenfalle Handy

Laut der zuständigen IfS-Koordinatorin Marga Muxel-Moosbrugger sind gerade Handyschulden bei Jugendlichen häufig. Bei nahezu jeder Beratung gebe es Kinder und Jugendliche, die schon einmal zu hohe Rechnungen hatten. “Da sprechen wir von Beträgen zwischen 700 und 1.500 Euro”, so die IfS-Mitarbeiterin. Man berate auch Eltern im Umgang mit einer solchen Situation, aber auch in Fragen von Taschengeld-Höhen oder Kostgeld-Beiträgen von Lehrlingen. In verfahrenen Fällen könne man oft eine Weiterleitung in eine gezielte Schuldenberatung erreichen. “So kann man früh gegensteuern”, erklärte Kopf.

Umgang mit Geld wird oft weitergegeben

“Der Finanzführerschein ist eine Chance zur Auseinandersetzung mit Schulden und zur Schuldenprävention. In den Familien lernen das Jugendliche oft nicht mehr automatisch”, so Landesrätin Schmid. Es gehe dabei vor allem um Aufklärung über Risiken von Geldgeschäften und Folgen einer frühen Verschuldung, nicht um Belehrung. “In Familien wird oft zu wenig über Geld gesprochen”, bestätigte Kopf.

APA

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