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Vorarlberger Drogenbericht 2012 - Kokain wird zur "Volksdroge"

Immer mehr Kokain im Umlauf
Immer mehr Kokain im Umlauf ©Bilderbox
Bregenz - Steigender Kokainkonsum in höheren Altersgruppen bereitet den Verantwortlichen in Vorarlberg Sorge. Kokain werde immer mehr zu einer Volksdroge, erklärte Reinhard Haller als Drogenbeauftragter des Landes bei der Präsentation des Vorarlberger Drogenberichts 2012.
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Aufgrund der leistungssteigernden Wirkung des Suchtgifts würden immer mehr Personen der Altersgruppe “45 plus” Kokain konsumieren. Insgesamt zeigte sich die Drogensituation in Vorarlberg stabil.Bregenz. Bei den Betroffenen handle es sich oft um ältere, sozial und beruflich gut integrierte Männer, die unter großem Druck stünden und “sich selbst heilen” wollten. “Um ein Burn-out zu vermeiden oder Depressionen zu entgehen erfolgt der heimliche Griff zum Kokain”, so der Suchtexperte. Dies sei aber natürlich ein Trugschluss. Eingependelt habe sich hingegen der Cannabis-Konsum, wenn auch auf hohem Niveau. Heroin verliere an Bedeutung, weil die Droge mittlerweile auch in Konsumentenkreisen als “zu gefährlich” gelte und zu einer “Loser-Droge” geworden sei, sagte Haller.

Drogentote: Zahl kaum verändert

Die Zahl sowohl der Drogentoten – acht im Jahr 2011 – sowie der Suchtgiftanzeigen (rund 1.100) hat sich in Vorarlberg in den vergangenen Jahren kaum verändert. Sprunghaft angestiegen ist hingegen die Zahl der Substitutionsbehandlungen, nämlich um fast 70 Prozent auf 723. Als praktisch “gelöst” bezeichnete Haller das Problem der HIV-Verbreitung innerhalb der Drogenszene durch das Spritzenaustauschprogramm.

In nächster Zukunft gelte es das Augenmerk speziell auf die Spielsucht zu legen, die quantensprungartig zunehme. Auch bei der Nikotin-Abhängigkeit – “Rauchen ist der Killer Nummer 1” – werde man Präventionsmaßnahmen setzen, kündigte Haller an.

Therapieeinrichtungen ausreichend

Einig waren sich Haller, Landeshauptmann Markus Wallner sowie der zuständige Landesrat Christian Bernhard (beide V) hinsichtlich der Therapieeinrichtungen im Land. “Die Lücken konnten geschlossen werden, die Einrichtungen sind großzügig ausgestattet”, befand Haller. Wer eine Suchttherapie machen wolle, könne dies nun “leicht und unbürokratisch” tun.

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