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Vorarlberger Bauwirtschaft konnte 2013 Umsatz steigern

Vorarlberger Bauwirtschaft: Zufriedenstellendes Ergebnis 2013
Vorarlberger Bauwirtschaft: Zufriedenstellendes Ergebnis 2013 ©Bauinnung Vorarlberg
Feldkirch - Die Vorarlberger Bauwirtschaft wird das laufende Jahr mit einem um rund 3,8 Prozent verbesserten Bauproduktionswert (Umsatz) abschließen, die Bauunternehmer blicken aber mit Skepsis auf das erste Halbjahr 2014.

Nach Angaben von Innungsmeister Franz Drexel in einem Pressegespräch am Freitag dürfte bis zum Jahresende ein Bauproduktionswert von 495 Mio. Euro (2012: 477 Mio.) erreicht werden.

2014 Konjunkturrückgang erwartet

Drexel sprach aktuell von einem “gesunden Plus”, 2014 werde es aber zu einer spürbaren Abflachung der Baukonjunktur kommen. Der jährlich durchgeführten Blitzumfrage der Innung zufolge rechnen die Bauunternehmer mit einer Verschlechterung um 10 Prozent. Die Ausschreibungen für das erste Halbjahr seien in allen Bereichen zurückgegangen, die Stimmung sei wenig optimistisch, so Drexel. Der Innungsmeister hoffte aber auf eine Stabilisierung der Situation auf einem etwas reduzierten Niveau.

Ein Einbruch wird vor allem bei den öffentlichen und gewerblichen Aufträgen erwartet, der Umfang könnte zehn Prozent betragen. Das habe mit der schwierigen finanziellen Situation der Gemeinden, aber auch mit der aktuellen politischen Lage in Österreich zu tun, erklärte Alexander Stroppa, Verantwortlicher für Gewerbe- und Industriebau sowie für den öffentlichen Hoch- und Tiefbau. “Wenn das Vertrauen in die politische Zukunft nicht vorhanden ist, sinkt auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen”, stellte Stroppa fest. Werde die Konjunkturlokomotive Bau gebremst, so würden auch den Handwerks- und Gewerbebetriebe Aufträge fehlen, warnte er.

Hoffnungsträger Wohnbau

Als Hoffnungsträger gilt hingegen der Wohnbau, laut Unternehmen könnte ein Plus von 8 Prozent im ersten Halbjahr 2014 resultieren. Dazu trage die Ankündigung der Landesregierung bei, bis 2018 pro Jahr 500 neue gemeinnützige Wohnungen entstehen zu lassen, so der in der Innung für den Wohnbau zuständige Karl Grabher. Heuer verbuche man jedoch einen Negativrekord an geförderten Wohneinheiten. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre habe dieser 1.340 Wohneinheiten betragen, in diesem Jahr seien es aber lediglich noch 1.100. Eine Trendwende erhoffte sich Grabher von den neuen Wohnbauförderrichtlinien.

Eigene Bautechnikverordnung für Vorarlberg

Innungsmeister Drexel forderte außerdem die rasche Umsetzung einer einfachen und praktikablen Bautechnikverordnung für Vorarlberg – die die Vorarlberger Politik bereits zugesagt hat. Andererseits werde Bauen in Zukunft noch teurer, so Drexel. Ende Juli waren in der Vorarlberger Bauwirtschaft rund 4.100 Personen beschäftigt.

Baukonjunktur-Entwicklung in Vorarlberg 2013

(Blitzumfrage unter Vorarlbergs Bauunternehmen, durchgeführt von der Vorarlberger Bauinnung im November 2013)

Einschätzungen der Vorarlberger Baubranche:

Aktuelle Auftragssituation im Vergleich zum November 2012: -5 % (Vorjahr +5,5 %)

Auftragssituation erstes Halbjahr 2013 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012:

  • Allgemein: -5% (Vorjahr: +5,5%)
  • Wohnbau: +8,57%(Vorjahr +3,3%)
  • Gewerbe und Industrie: -13% (Vorjahr: +1,5%)
  • Öffentlicher Hochbau: -10% (Vorjahr: -4%)
  • Öffentlicher Tiefbau: -8% (Vorjahr: -5%)
  • Sanierungen: +3,3% (Vorjahr +7%)

Factbox Vorarlberger Bauwirtschaft:

  • Umsatz/Bauproduktionswert 2012: 477 Mio. Euro
  • Umsatz/Bauproduktionswert bis Ende August 2013: 329 Mio. Euro
  • Umsatz/Bauproduktionswert 2013 (prognostiziert): 495 Mio. Euro
  • Mitarbeiter (Stand Juli 2013): ca. 4.104 davon ca. 220 Lehrlinge
  • Beschäftigte inkl. nachgelagerte Sparten: ca. 11.000 Mitarbeiter

(APA/red)

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