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Vorarlberger Architektenbüro erhält Deutschen Architekturpreis

Der gebürtige Bregenzerwälder Hermann Kaufmann hat 2003 den Dr. Toni-Russ-Preis erhalten.
Der gebürtige Bregenzerwälder Hermann Kaufmann hat 2003 den Dr. Toni-Russ-Preis erhalten. ©Hartinger
Schwarzach - Für den Bau des Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf bei Augsburg werden die Architektenbüros Hermann Kaufmann aus Schwarzach und Florian Nagler aus München mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet.

Der Neubau sei als Modellprojekt für ein Plusenergiehaus “ein beeindruckendes Beispiel für zukunftsweisende nachhaltige Architektur”, so Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD).

Nachhaltig gebaute Schule

Die mit dem mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis ausgezeichnete Schule im Landkreis Augsburg ist so gebaut, dass das Gebäude mehr Energie erzeugt als verbraucht. Zudem ist die Schule für moderne offene Lernlandschaften konzipiert. Dies bedeutet, dass die Schüler eigenständiger arbeiten und dabei weniger auf klassische Klassenzimmer beschränkt sein sollen.

Der Architekturpreis ist eine gemeinsame Auszeichnung des Bundesbauministerium und der Bundesarchitektenkammer. Weitere Auszeichnungen gehen unter anderem an die Bauprojekte Altes Hafenamt in Hamburg, Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart und Deutsche Schule in Madrid. Der Staatsbaupreis wird alle zwei Jahre für herausragende baukulturelle Leistungen vergeben. Die Preisverleihung in diesem Jahr ist am 26. Juni in Berlin geplant.

Die Diedorfer Schule war im vergangenen Jahr bereits mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Hendricks betonte, dass Schulbau in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema in Deutschland bleibe, egal ob Sanierungen oder Neubauten geplant würden. “Die angespannte Haushaltssituation vieler Kommunen erfordert dabei langfristig tragfähige Konzepte”, sagte sie. Die Siegerschule aus Diedorf sei als Holzbau mit vorgefertigten Teilen auch günstig und schnell errichtet worden.

Über Hermann Kaufmann:

Hermann Kaufmann unterhält seit 1983 ein eigenes Architekturbüro in Schwarzach. Im Wintersemester 1995/96 wurde Kaufmann erstmals in der Lehre tätig, als er zum Dozententen für Holzbau an der Liechtensteinischen Ingenieurschule, dem Vorläufer der heutigen Universität Liechtenstein, bestellt wurde. Im Sommersemester 1998 erhielt er eine Gastprofessur an der Technischen Universität Graz, im Sommersemester 2000 eine solche an der Universität Ljubljana. Seit April 2002 ist Hermann Kaufmann ordentlicher Universitätsprofessor für Holzbau am Institut für Entwerfen und Holzbau der Technischen Universität München. 2003 wurde Hermann Kaufmann mit dem DDr.-Toni-Russ-Preis ausgezeichnet.

(APA/dpa)

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