Vorarlberger 365 Euro-Ticket wird weiter gut angenommen

Das Jahresticket erfreut sich großer Beliebtheit.
Das Jahresticket erfreut sich großer Beliebtheit. ©Dietmar Mathis
Die in Vorarlberg eingeführte 365 Euro-Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr erweist sich weiter als Verkaufsschlager.

Zum Jahresende 2014 waren 60.109 Personen mit Jahrestickets des Vorarlberger Verkehrsverbunds (VVV) unterwegs, um 9.512 mehr als zu Jahresbeginn. Die Einnahmen aus dem Fahrscheinverkauf (41,6 Mio. Euro) deckten etwa 40 Prozent des Gesamtaufwands von über 100 Mio. Euro ab.

Akzeptanz sehr hoch

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne) sowie VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand zeigten sich mit den am Dienstag präsentierten Zahlen des VVV-Geschäftsberichts sehr zufrieden. Die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs sei in der Bevölkerung sehr hoch, lobte Wallner. Rauch betonte, man wolle im Bundesländervergleich nach Wien das beste Angebot im öffentlichen Verkehr haben.

Aufwendungen um einiges höher

Hillbrand berichtete von 18,7 Mio. (Linienbusse) bzw. 4,5 Mio. Kilometern (Züge), die Vorarlbergs öffentliche Verkehrsmittel im vergangenen Jahr zurücklegten. Seit 2007 sei die damalige Zahl der VVV-Jahreskarten von 32.952 um über 27.000 Stück (plus 82,4 Prozent) gesteigert worden. Die Einnahmen aus dem Fahrscheinverkauf nahmen im selben Zeitraum von 32,0 auf 41,6 Mio. Euro zu. Freilich sind die Aufwendungen der Träger für den öffentlichen Verkehr um einiges höher. Bund, Land und Gemeinden investierten 2014 knapp mehr als 100 Mio. Euro in das Vorarlberger Verkehrssystem.

Opfer des eigenen Erfolgs

Rauch unterstrich, dass sich das 365 Euro-Ticket mehr als selbst trage. Gleichzeitig werde man aber ein Stück weit auch Opfer des eigenen Erfolgs. So müssten die Kapazitäten besonders in Stoßzeiten ausgebaut werden. Diesbezüglich stehe er in intensiven Verhandlungsgesprächen mit den ÖBB über den Ankauf neuer, größerer und komfortablerer Zuggarnituren. Nachdem diese aber frühestens 2018/19 auf der Schiene stehen werden, sorge man bereits ab Herbst mit einer noch besseren Abstimmung zwischen den Fernzügen und den Regionalexpresszügen für Entlastung.

Hillbrand seinerseits versprach weitere Qualitätsverbesserungen. Konkret nannte er etwa WLAN-Tests in Bussen. Auch in Sachen Elektromobilität denke man darüber nach, wie diese Einzug in den öffentlichen Verkehr halten kann. (APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Vorarlberger 365 Euro-Ticket wird weiter gut angenommen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen