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Vorarlberg: Zwölfjährige Stiefschwester vergewaltigt - Haft

Der 21-jährige Angeklagte wurde egen der Vergewaltigung seiner Stiefschwester verurteil.
Der 21-jährige Angeklagte wurde egen der Vergewaltigung seiner Stiefschwester verurteil. ©VOL.AT/Rauch
Dreieinhalb Jahre Gefängnis für 21-Jährigen, der seine Stiefschwester wiederholt vergewaltigt und missbraucht haben soll.

Ein 21.Jähriger aus dem Bezirk Bregenz hat nach Überzeugung des Gerichts zwischen August und Dezember 2016 die zwölfjährige Stiefschwester jeweils mehrmals vergewaltigt und sexuell schwer missbraucht. Dafür wurde der unbescholtene Angeklagte gestern am Landesgericht Feldkirch zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der von Oliver Diez verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Simon Steixner nehmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Der Schuldspruch erfolgte wegen der Verbrechen der Vergewaltigung und der Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen. Wegen Vergewaltigung wurde der Angeklagte schuldig gesprochen, weil er nach den Feststellungen des Gerichts das Kind mehrmals zum Geschlechtsverkehr gezwungen hat. Für die Vergewaltigung eines Kindes benötige es weniger Gewalt als bei einem erwachsenen Opfer, merkte Richter Günther Höllwarth als Vorsitzender des Schöffensenats bei der Urteilsbegründung an.

Der in Mittelamerika geborene Angeklagte wurde zudem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen verurteilt, weil er laut Urteil bei manchen Taten das unmündige Opfer ohne Gewalt zum Sex verführt hat.

Untersuchungshaft

Der Strafrahmen betrug ein bis zehn Jahre Haft. Als Teilschmerzengeld muss der ehemalige Mitarbeiter einer Reinigungsfirma dem Opfer 5000 Euro bezahlen. Zusätzliche Forderungen muss die Geschädigte zivilrechtlich einklagen. Der Angeklagte befindet sich seit Dezember 2016 in Untersuchungshaft. Er wurde am 18. Dezember verhaftet.

Die Angaben des zwölfjährigen Mädchens seinen glaubwürdig und schlüssig gewesen, sagte Richter Höllwarth. Es sei so gewesen, wie es vom Opfer geschildert worden sei. Widersprüchlich und nicht nachvollziehbar seien hingegen die Aussagen des Angeklagten gewesen. Belastet hätten ihn auch objektive Beweisergebnisse. Worum es sich dabei handelt, hat der Senatsvorsitzende während der Urteilsbegründung nicht gesagt. Die Öffentlichkeit wurde schon vor dem Anklagevortrag bis zur Urteilsverkündung von der Gerichtsverhandlung komplett ausgeschlossen.

Stiefgeschwister

Mildernd wertete der Schöffensenat lediglich die Unbescholtenheit des 21-jährigen Angeklagten. Als Erschwerungsgründe wurden der relativ lange Tatzeitraum, die Tatwiederholungen und darüber hinaus die Begehung der Sexualverbrechen in einem familiären Umfeld angeführt. Der Angeklagte aus dem Bezirk Bregenz und das zwölfjährige Mädchen sind Stiefgeschwister in einer Patchworkfamilie.

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