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Vorarlberg wird Asylquote mit Ende Jänner erfüllen

Unter Anstrengungen können Land und Caritas die Vorgaben bis Ende Jänner erfüllen.
Unter Anstrengungen können Land und Caritas die Vorgaben bis Ende Jänner erfüllen. ©VOL.AT/Rauch
Bregenz. Zu diesem Schluss kam Landeshauptmann Markus Wallner im Anschluss an den zweiten Asylgipfel mit Caritas und Rotem Kreuz. Bis dahin sollen noch insgesamt 270 Unterkunftplätze entstehen. Davon sind 169 bei Privatpersonen.

Derzeit leben in Vorarlberg 1.203 der österreichweit 31.700 Asylwerber, die Quote wird damit zu 86,3 Prozent erfüllt. “Wir wissen jetzt nach einer Hochrechnung, dass wir bis Ende Jänner zirka 270 Plätze benötigen werden. Also noch einmal mehr, als anfänglich gedacht”, erklärte Wallner vor der versammelten Presse. Dem stehen an die 169 Plätze in Privatquartieren gegenüber, die  der Caritas angeboten und bereits geprüft und als geeignet eingestuft wurden. Hinzu kommen der hintere Trakt der ehemaligen Lungenheilstätte Gaisbühel und das Schülbrüderheim in Feldkirch mit insgesamt 100 Plätzen. Diese werden derzeit noch vorbereitet und sollten spätestens mit 25. Jänner bezugsfertig sein.

Schicksale statt Quote im Vordergrund

Man werde daher die Quote fristgerecht “unter großen Anstrengungen und mit viel Mithilfe der Bevölkerung” erfüllen können, zeigt sich Wallner erfreut. Man werde deshalb vorläufig auf sogenannte mobile Quartiere verzichten können. Diese könnten jedoch mittel- bis langfristig doch noch zum Einsatz kommen, fügt der Landeshauptmann hinzu. Man dürfe sich aber nicht nur von der Quote hetzen lassen, spricht Wallner von einem unwürdigen Katz-und-Maus-Spiel – vor allem für die Flüchtlinge selbst. Bei der Konzentration auf die Quote werde zu schnell auf die Schicksale der Flüchtlinge vergessen.

Pro Monat weitere 50 Flüchtlinge

Dennoch, die nächsten Monate dürften nicht einfacher werden. Mit Blick auf die Weltlage dürfte die Zahl der Flüchtlinge auch weiter zunehmen, die Caritas erwartet für Vorarlberg für Februar und März jeweils 50 zusätzlich benötigte Unterkünfte. Hinzu komme, dass immer mehr einzelne Personen in Europa Asyl suchen würden, erklärt Caritasdirektor Peter Klinger. Dem wolle man durch eine Umstrukturierung begegnen. So kann sich Klinger für die einzeln kommenden Flüchtlingen Einheiten von bis zu 30 Personen per Unterkunft vorstellen, während Wohnungen primär an Personen mit positiven Bescheid vergeben werden sollen.

Lösung auf EU-Ebene gefragt

Wallner erwartet nun jedoch Bewegung auf europäischer Ebene. “Wir sind humanitär ausgerichtet, wir sind solidarisch, wir bemühen uns sehr. Aber es ist auch richtig, darauf aufmerksam zu machen, dass das kein Spaziergang ist”, betont er. Derzeit würden zehn EU-Nationen 90 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, hier sieht Wallner ein “Missverhältnis”, dem man auf europäischer Ebene mit einer EU-Quote begegnen müsse.

Erwartungen an Integrationsbereitschaft

Für Österreich denkt er die Wiedereinführung eines vorläufigen Aufenthaltsstatus, vergleichbar dem aus der Zeit des Jugoslawienkrieges. Doch auch der Frage der Integration müsse man sich stellen, die hier bleiben wollen. “Es sind Deutschkenntnisse gefragt, es muss auch rasch Deutsch gelernt werden und jene die anerkannt werden, müssen im Arbeitsmarkt integriert werden”, stellt Wallner klar.

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