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Vorarlberg will Schwachstellen in Rheindämmen unverzüglich sanieren

Meistgefährdete Abschnitte sollen noch heuer instand gesetzt werden
Meistgefährdete Abschnitte sollen noch heuer instand gesetzt werden ©VOL.AT
Bregenz - Vorarlberg will vor kurzem definierte Schwachstellen in den Schutzdämmen am Alpenrhein unverzüglich sanieren. Die meistgefährdeten Abschnitte sollen noch heuer um vier bis sechs Millionen Euro instand gesetzt werden.
Hohe Dammbruchgefahr

Dies teilten Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (beide ÖVP) am Dienstag mit. Die Beschlussfassung für die Sanierungsarbeiten werde im Juni erfolgen.

Zehn Schwachstellen

Bei der Untersuchung der Rheindämme entlang der 26 Kilometer langen Flussstrecke von der Mündung der Ill bis zum Bodensee wurden im Rahmen des “Rhesi”-Hochwasserschutzprojekts zehn Schwachstellen auf österreichischer Seite erkannt. In Abschnitten mit einer Gesamtlänge von 2,7 Kilometern müssen die Dichtwände ergänzt werden, eine weitere 2,5 Kilometer lange Teilstrecke wird durch eine Auflastschüttung mit Interventionspiste gesichert.

Wallner und Schwärzler betonten, dass es “bei der Hochwassersicherheit, noch dazu in einem so stark besiedelten Wohn- und Wirtschaftsraum wie dem Rheintal, keinen Kompromiss geben kann”. Die Stabilität der Dämme habe oberste Priorität. Im Juni könne die Beschlussfassung für die Sanierungsarbeiten bei der nächsten Sitzung der Gemeinsamen Rheinkommission erfolgen, anschließend stünden unverzüglich die Auftragsvergabe und die Bauarbeiten an.

3.100 Kubikmeter pro Sekunde

Die Internationale Rheinregulierung muss derzeit die Hochwassersicherheit am Alpenrhein für ein 100-jährliches Hochwasserereignis – einen Abfluss von 3.100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde – sicherstellen. Ist das Rhesi-Projekt (Rhein, Erholung, Sicherheit) nach etwa zwei Jahrzehnten abgeschlossen, werden die Dämme 4.300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten können.

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