Vorarlberg will Schulabbrecherquote halbieren

235 Schulabbrecher im Jahr 2012/13, darunter 65 "problemhafte" Fälle.
235 Schulabbrecher im Jahr 2012/13, darunter 65 "problemhafte" Fälle. ©Symbolbild/Bilderbox
In den kommenden zwei Jahren soll die Schulabbrecherquote in Vorarlberg halbiert werden. Das kündigten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesschulrätin Bernadette Mennel (beide ÖVP) am Dienstag beim Pressefoyer der Landesregierung in Bregenz an. Im Schuljahr 2012/13 gab es insgesamt 235 Schulabbrecher. Persönliche Kontaktaufnahme und gezieltes Jugendcoaching sollen hier Abhilfe schaffen.

Die Analyse der Quote habe ergeben, dass von den 235 Jugendlichen, die die achte Schulstufe nicht positiv absolvierten, 92 in einen anderen Schultyp wechselten und 143 nicht mehr in Ausbildung sind. Von diesen 143 wiesen 78 sonderpädagogischen Förderbedarf auf, womit noch 65 Schüler übrig blieben, deren Fälle als “problemhaft” bezeichnet werden können. Diese sollen nun noch vor Schulbeginn kontaktiert werden, damit eine entsprechende Betreuung organisiert werden kann, so Wallner, der “keinen Jugendlichen zurücklassen” möchte.

“Jugendliche sollen selbstständig entscheiden lernen”

In früheren Jahren lag der migrantische Anteil der Schulabbrecher bei 40 Prozent, aktuelle Daten gibt es dazu noch nicht. Gerade vor diesem Hintergrund seien oftmals Sprachkompetenztrainings gefragt, erläuterte Karin Sturn, Landeskoordinatorin für Berufsorientierung. Die individuellen Angebote des Jugendcoachings reichen demnach von niederschwelligen Angeboten bis hin zu AMS-Maßnahmen, so Sturn. “Jugendliche sollen selbstständig entscheiden lernen.”

(APA)

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