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Vorarlberg-Wahl: Endergebnis komplett - und fast unverändert

©Oliver Lerch
Alle 166.130 bei der Vorarlberger Landtagswahl vergangenen Sonntag abgegebenen Stimmen (165.211 davon gültig) sind nun ausgezählt.

Die am Dienstag noch ausgewerteten 2.140 (gültigen) Wahlkarten- und Briefwahlstimmen haben wenig geändert. Sie schlugen sich nur im Zehntelprozent-Bereich der Stimmenanteile nieder. Der Mandatsstand blieb unverändert 17 ÖVP, 7 Grüne, 5 FPÖ, 4 SPÖ und 3 NEOS.

Die Stimmenanteile von ÖVP, FPÖ und SPÖ fallen letztlich etwas niedriger aus, während Grüne und NEOS - wie immer - nach Auswertung der Wahlkarten besser dastanden als am Wahlsonntag. Die Änderungen waren aber nur marginal, weil in Vorarlberg der größte Teil der Briefwahl - nämlich die am Postweg bzw. schon vor dem Wahltag persönlich bei den Wahlbehörden abgegebenen Stimmen - bereits am Sonntag mitgezählt wird.

FPÖ als großer Verlierer

Insgesamt gab es bei der Vorarlberg-Wahl einen großen Verlierer - während alle anderen Landtagsparteien mehr oder weniger stark zulegten. Die FPÖ wurde auch im Ländle für Ibizagate und Spesenaffäre abgestraft: Sie büßte gegenüber der Wahl 2014 9,49 Prozentpunkte ein und fiel auf 13,93 Prozent zurück. Das bedeutete vier Mandate weniger für die Freiheitlichen - und die verteilten sich gleichmäßig: Jeder der vier anderen Landtagsparteien bekam eines mehr.

Grüne erstmals Zweite

Die schwarz-grüne Koalition - die 2014 installiert wurde - konnte ihre Mehrheit ausbauen: Die ÖVP blieb unangefochten Erste; sie steigerte sich ein wenig, um 1,74 Prozentpunkte, auf 43,53 Prozent. Die Grünen wurden (österreichweit) erstmals bei einer Landtagswahl Zweite - und zwar mit 18,89 Prozent (plus 1,75) deutlich vor der FPÖ.

Die SPÖ legte zwar am Schwächsten - um 0,69 Prozentpunkte - zu und verfehlte wieder die Zehner-Marke (mit 9,46 Prozent). Aber sie verteidigte Platz 4 vor den NEOS. Die Pinken hielten sich mit einem Plus von 1,62 Prozentpunkten und jetzt 8,51 Prozent klar im 2014 eroberten Landtag.

HaK erfolgreichste Kleinpartei

Von den sieben Kleinparteien, die es ebenfalls auf die Stimmzettel geschafft hatten, kam keine einzige auch nur in die Nähe der Fünf-Prozent-Marke. Am besten schnitten noch Heimat aller Kulturen (HAK) mit 1,86 Prozent und "Xi - Chance Zukunft" mit 1,50 Prozent ab.

Interne Mandatsverschiebungen

Die Vorzugsstimmen führten zu Verschiebungen auf den Mandatsplätzen aller Parteien außer der SPÖ.

  • Bei der ÖVP überholte im Bezirk Feldkirch Steve Mayr Gabriele Graf, wobei es auch für Graf für den Einzug in den Landtag reichen dürfte.
  • Im Bezirk Dornbirn drang Patrick Wiedl von Listenplatz sechs auf Listenplatz vier vor und verdrängte so Arno Gächter von einem Mandatssitz.
  • Durch eine Mandatsverschiebung im Bezirk Bregenz schaffte es auch JVP-Obmann Raphael Wichtl anstelle von Guido Flatz (Doren) ins Landesparlament. Gerade einmal acht Stimmen entschieden zugunsten von Wichtl.
  • Bei der FPÖ ergatterte Ex-Parteichef Dieter Egger ein Direktmandat, er hätte aber auch sonst einen Parlamentsplatz sicher gehabt.
  • Bei den Grünen verdrängte Daniel Zadra im Bezirk Dornbirn Vahide Aydin. Ob Aydin eine dritte Periode als Abgeordnete in Angriff nehmen kann, hängt nun von der innerparteilichen Mandatszuteilung ab.
  • Die NEOS müssen darüber entscheiden, ob Gerfried Thür oder Fabienne Lackner die pinken Farben im Vorarlberger Landtag vertreten soll. Diese Entscheidung wird deshalb notwendig, weil Lackner Thür im Bezirk Feldkirch überholte.

Amtliches Ergebnis am 18. Oktober

Amtlich wird das Ergebnis mit der Sitzung der Landeswahlbehörde am 18. Oktober. Nach der Verlautbarung beginnt die vierwöchige Frist, binnen der die Wahl beim Verfassungsgerichtshof angefochten werden kann.

APA
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