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Vorarlberg von Unten - Der Feldkircher Stadtschrofen

©VOL.AT/Schwendinger
Feldkirch - In unserer neuen Serie waren wir schon im Silvretta Massiv und in Oberlech. Als nächstes wird es nass, VOL.AT ging für sie zum größten Trinkwasserspeicher Feldkirchs.
Tunnelsystem im Stadtschrofen heute
Tunnelsystem im Stadtschrofen damals
Rundgang im Stadtschrofen
Johannes Marte im Interview

Der Hochbehälter Stadtschrofen ist nur einer von sechs Wasserspeichern rund um Feldkirch. Mit einem Fassungsvermögen von vier Millionen Litern ist er aber der Größte, erklärt Johannes Marte, Bereichsleiter Wasser bei den Stadtwerken Feldkirch gegenüber VOL.AT: “Das Stollensystem, dass das Wasser vom Hochbehälter zu den Wassersanschlüssen der Bürger führt, ist insgesamt 750 Meter lang. Das Wasser kommt hauptsächlich aus den Hochquellleitungen im Saminatal, aus Felsenau und dem Frastanzer Ried.”

wasserspeicher
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Morgens und mittags der größte Verbrauch

Der Maximale Durchfluss der Trinkwasserleitungen liegt bei 400 Litern pro Sekunde, durchschnittlich brauchen die Feldkircher um die 90 Liter. Der Verbrauch ist traditionell am Vormittag und mittags am höchsten, so der Wasserexperte: “Wenn sich die Feldkircher am Morgen duschen und wenn sie kochen, werden die Leitungen am meisten beansprucht. Bei maximal 120 Litern pro Sekunde, ist aber auch das kein Problem.”

verbrauch
verbrauch

100 Wasserrohrbrüche jährlich

Hier gibt es nur eine Hauptleitung. Ist diese beschädigt, haben die Stadtwerke acht Stunden Zeit sie zu reparieren. Danach ist Feldkirch trocken. Marte geht aber davon aus, dass seine Mannschaft gut darauf vorbereitet ist: “Wir haben Reparaturmaterial im Stollen und trainieren das an jedem dritten Tag. Wir haben nämlich jährlich rund 100 Wasserrohrbrüche in unserem Einsatzgebiet.”

leitung
leitung

Tunnelsystem: Fast 60 Jahre alt

Schon 1956 wurde das Tunnelsystem gebaut. Ganze drei Jahre wurden von Hand die Steine herausgebrochen und die Leitungen verlegt. Eigentlich unvorstellbar, aber laut Marte der einzige Weg: “Wenn Heute etwas einstürzen würde, wäre das auch im Jahr 2014 die einzige Möglichkeit, Raparaturarbeiten durchzuführen.” 2002 wurde das Tunnelsystem dann mit einem Stollen und einer zweiten Transportleitung erweitert, parallel zum Wasserkraftwerk Hochwuhr.

Stadtwerke Feldkirch
Stadtwerke Feldkirch ©Stadtwerke Feldkirch

360 Stufen zum Trinkwasserspeicher

Zum Hochbehälter selbst gilt es ganze 65 Höhenmeter zu überwinden. Insgesamt braucht es dafür ungefähr 360 Stufen, weiß Marte: “Gerade bei Führungen mit Schulklassen kann das sehr anstrengend sein. Die Kinder haben oben aber immer Spass, denn sie haben es geschafft.”

stufen
stufen

Heilige Barbara als Schutz für die Arbeiter

Beim Stollenanstich durfte auch die Schutzpatronin der Bergleute nicht fehlen, erzählt Marte: “Die Heilige Barbara ist seit Mitte der 50er Jahre in der Hauptschieberkammer, die die verschiedenen Stollen verbindet. Ohne sie hätte kein Arbeiter die Stollen betreten.”

barbara
barbara

Fotos: VOL.AT/Schwendinger

Rundgang im Stadtschrofen Feldkirch

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