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Vorarlberg von Unten - Auswärtsspiel: Die Artilleriefestung Heldsberg

St. Margrethen - Am Montag besuchte Russmedia im Rahmen eines Mitarbeiterevents das Festungsmuseum Heldsberg. Die Schweizer Festung sollte während des Zweiten Weltkriegs einen Angriff über den Rhein verhindern - und zielt mit ihren vier Geschützen bis nach Lindau.
Das Festungsmuseum Heldsberg

1938 setzt die deutsche Wehrmacht den “Fall Otto” um: Die Besetzung und der Anschluss des österreichischen Ständestaats. Die schweizerische Eidsgenossenschaft blickt besorgt auf die Entwicklungen an seinen Grenzen, man fürchtet das nächste Opfer der deutschen Expansionsbestrebungen zu werden. Die Schweiz reagiert mit den Bau starker Festungen entlang der deutschen Grenzen, aus denen sich im Verlauf des Krieges der “Schweizer Reduit” als Verteidigungsplan gegen das Dritte Reich entwickeln sollte.

Schussradius von Lindau bis Götzis

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Eine dieser frühen Festungen findet sich gleich hinter der Vorarlberger Grenze – das Artilleriewerk Heldsberg. Ihre vier 7,5-Zentimeter-Geschütze reichen bis in den Lindauer Hafen, Bregenz und Götzis, auch die Rheinbrücken befinden sich im Schussfeld. 1.000 Meter an Stollen verbinden die Geschütze mit den sieben schweren Maschinengewehren der Anlage, den Munitionslagern und Mannschaftsunterkünften.

60 Betten für 200 Mann

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Die Festung war auf eine dauerhafte Bewohnung ausgelegt. 200 Mann teilten sich hier 60 Betten, geschlafen wurde im Akkord. Neben den Unterkünften gab es eine vollwertige Küche, eine kleines Spital inklusive Operationssaal, einen Wasserspeicher und Werkstätten.

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Abgerundet wurde die Wehranlage mit durch umliegende Beobachtungs- und Gefechtsbunker, Minenfelder und Sprengladungen. Insgesamt 600 Mann sollten die Festung im Kriegsfall von innen wie außen verteidigen. Die Botschaft war klar: Ein Angriff über das Rheintal auf die Schweiz wäre wenig erfolgsversprechend.

“Unternehmen Tannenbaum”

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Tatsächlich hatte die deutsche Wehrmacht Pläne für eine Besetzung der Schweiz ausgearbeitet. Das “Unternehmen Tannenbaum” sah in seiner letzten Version einen Angriff über das besetzte Frankreich vor. So wollte man auch die Festungen an den deutschen Grenzen umgehen. Einen Angriff über den Rhein hielt man für nicht erfolgsversprechend. Man fürchtete das alpine Gelände – und die Festung Heldsberg. Schlussendlich wurde das “Unternehmen Tannenbaum” aufgegeben. Zuerst wurde der Invasion Großbritanniens der Vorzug gegeben, dann band der Krieg gegen die Sowjetunion alle Mittel.

Museum seit 1993

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Die Festung Heldsberg blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst. Erst 1992 wurde sie aus dem aktiven Dienst entlassen und an die Gemeinde St. Margrethen verkauft. Seit 1993 beherbergt das Artilleriewerk das Festungsmuseum Heldsberg. Dieses gewährt Einblicke in das Leben der Festungsbesatzung und zeigt neben der originalen Bewaffnung und Einrichtung auch eine Sammlung historischer Waffen der Eidgenossenschaft. Informationen zu den Öffnungszeiten finden sich auf der Homepage  des Festungsmuseums.

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