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Vorarlberg: Verbesserungen bei Kalbfleischvermarktung und Kälbertransporten

©Ziel ist es, hierzulande geborene Kälber in Vorarlberg zu mästen und zu schlachten.
Im Kontrollausschuss des Vorarlberger Landtages am Mittwoch, 8. November, haben Landesrat Erich Schwärzler und Landesveterinär Norbert Greber über die Sofortmaßnahmen betreffend Kälbervermarktung und Kälbertransporte berichtet.
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Um den aktuellen Vorwürfen konsequent nachgehen zu können, hat die Veterinärabteilung im Amt der Landesregierung umgehend Anzeige an die zuständigen Tierschutzbehörden erstattet. “Im Tierschutz kann und darf es keine Toleranz geben, insbesondere wenn es um die Kälberhaltung geht”, so Landesrat Schwärzler. Dort, wo Gesetzesübertretungen vorliegen, werden die Behörden konsequent vorgehen und erforderlichenfalls Strafverfahren durchführen.

Fakten

– In Vorarlberg werden jährlich rund 23.000 Kälber geboren, wovon etwa 11.500 männlich sind.

– Rund 4.100 Kälber, davon sind ca. 3.400 Stierkälber, werden im Rahmen des innergemeinschaftlichen Viehverkehrs exportiert.

– In Vorarlberg gemästet und geschlachtet werden ca. 7.500 Kälber jährlich, der Großteil davon sind Stierkälber.

– Die Vermarktung von Kälbern im Wege des Ab-Hof-Verkaufes bzw. über Händler in andere Bundesländer ist derzeit nicht bekannt.

Die in den Vorjahren aufgebaute Vermarktungsinitiative für leichte Kälber der Landwirtschaftskammer Vorarlberg bzw. Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH mit heimischen Abnehmern führt jährlich zu einem Absatz von rund 1.000 Kälbern in Vorarlberg, Tendenz steigend.

1.476 Kälber in Vorarlberg geschlachtet

Im Rahmen der im Vorjahr gestarteten “Vorarlberger Vollmilch-Kälbermast-Aktion” der Landwirtschaftskammer Vorarlberg bzw. Vorarlberger Viehvermarkung wurden 1.476 Kälber in Vorarlberg gemästet und geschlachtet. Das Land Vorarlberg hat hierzu einen Unterstützungsbeitrag in der Höhe von 70.176 Euro geleistet.

Strategie für die Zukunft: Sieben-Punkte-Programm des Landes

Ziel ist, so viele in Vorarlberg geborene Kälber wie möglich im Land zu mästen, zu schlachten und zu fairen Preisen zu vermarkten.

1) Weiterhin konsequentes Vorgehen der Behörden bei Verstößen gegen das Tierschutzrecht.

2) Intensivierung der Kontrolle der Verladung von Kälbern im Rahmen des innergemeinschaftlichen Verbringens durch den Amtstierarzt.

3) Ausbau der Kälbervermarktung unter Anwesenheit eines Amtstierarztes oder Tierarztes bei den jährlich zehn Viehversteigerungen in der Vermarktungsanlage in Dornbirn.

4) Weiterführung und Ausbau der “Vorarlberger Vollmilch-Kälbermast-Aktion” unter besonderer Berücksichtigung der 3G-Strategie (geboren, gemästet, geschlachtet in Vorarlberg) durch die Landwirtschaftskammer Vorarlberg bzw. Vorarlberger Viehvermarktung.

5) Fortführung und Ausbau der Vermarktungsinitiative für leichte Kälber der Landwirtschaftskammer Vorarlberg bzw. Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH mit heimischen Abnehmern.

6) Verstärkter Einkauf von Kalbfleisch, Kalbsbratwurst und Kalbsbrät entsprechend dem einstimmigen Landtagsbeschluss für mehr regionale Lebensmittel in Gemeinschaftsküchen und Landeseinrichtungen.

7) Angebot einer Weiterbildungsveranstaltung für Tiertransporteure sowie Amtstierärzte und Hoftierärzte unter Einbindung der Tierschutzombudsfrau durch die Abteilung Veterinärangelegenheiten im Amt der Landesregierung. Im Rahmen der Tiergesundheitsdienstfotbildungen soll auch über den richtigen Tiertransport informiert werden.

Verstärkte Konsumenteninformation

Im Kontrollausschuss des Landtages wurde u.a. angeregt, dass über eine verstärkte Konsumenteninformation mit dem Hinweis auf Gesundheitsaspekte und den Tierschutz die Nachfrage nach heimischem Kalbfleisch erhöht werden soll.

“Entsprechend der Landwirtschaftsstrategie für mehr Regionalität ist es wichtig, dass nicht die Niedrigpreispolitik im Regal eintscheidet, sondern Mehraufwendungen für das Tierwohl im Marktpreis mitberücksichtigt werden”, betont Landesrat Erich Schwärzler.

(VLK)

 

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