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Vorarlberg steigt in die Lebensmittelforschung ein

Vergangene Woche unterzeichnete sie eine Vereinbarung mit der Universität Innsbruck über die gemeinsame Errichtung eines Forschungsbereichs „Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie“ in Vorarlberg.
Vergangene Woche unterzeichnete sie eine Vereinbarung mit der Universität Innsbruck über die gemeinsame Errichtung eines Forschungsbereichs „Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie“ in Vorarlberg. ©VOL.AT/Mayer; Vorarlberger Landesregierung
Die Landesregierung weitet ihre Forschungsaktivitäten auf den Bereich "Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie" aus – 500.000 Euro an wurden Landesmitteln zugesagt.

Die Versorgung der wachsenden und gleichzeitig alternden Weltbevölkerung mit wohlschmeckenden, bekömmlichen, nahrhaften und gesunden Lebensmitteln, die erschwinglich sind und ökologisch wie ethisch höchste Ansprüche erfüllen, ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Nach innovativen Lösungen sucht die Ernährungs- und Lebensmittelforschung – "und ab sofort mischt auch Vorarlberg in diesem weiten und chancenreichen Zukunftsfeld aktiv mit", freut sich Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink als Wissenschafts- und Forschungsreferentin. Vergangene Woche unterzeichnete sie eine Vereinbarung mit der Universität Innsbruck über die gemeinsame Errichtung eines Forschungsbereichs "Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie" in Vorarlberg. Den Aufbau wird das Land mit 500.000 Euro bis Ende 2025 tatkräftig mitfinanzieren.

"Zukunfts- und Wachstumsperspektiven"

"Vorarlberg steigt in die Lebensmittelforschung ein", freute sich die ressortzuständige Landesstatthalterin bei der Unterzeichnung der Vereinbarung, die coronabedingt ohne offiziellen Termin und damit laut Schöbi-Fink "dem besonderen Anlass in keiner Weise entsprechend" vonstattengegangen ist. Für sie hat der Forschungsbereich einen hohen gesellschaftlichen Wert: "Es geht ganz stark um Lebensmittelsicherheit, um die künftige Nahrungssicherung, um Ressourcenschonung sowie nachhaltige Produktionsprozesse, um neue Chancen für Standort und Lehre und letztlich um die Lebensqualität von uns allen, da unsere Ernährungsgewohnheiten direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben". Die Vielzahl an Kooperationsmöglichkeiten mit Partnern in der Agrar-, Lebensmittel-, Getränke, Gastro-, Kosmetik- und Maschinenbranche würden der Vorarlberger Wirtschaft "interessante Zukunfts- und auch Wachstumsperspektiven eröffnen", zeigt sich Schöbi-Fink überzeugt.

Lebensmittel sind mehr als Energielieferanten

Das allgemeine Bewusstsein für den Wert von regional erzeugten Lebensmitteln habe sich in der Corona-Pandemie weiter verstärkt, verweist die Landesstatthalterin auf eine positive Entwicklung. Lebensmittel würden nicht mehr nur als bloße Energielieferanten, sondern zunehmend als spezielle Genusserlebnisse gesehen, die ethisch wie ökologisch individuelle Vorstellungen erfüllen sollen. In dem Zusammenhang erinnert Schöbi-Fink an die zahlreichen Ernährungstrends, denen mit innovativen Produkten und Konzepten, z.B. Functional Food, Proteindrinks oder Fleischersatz, begegnet wird. Mit Blick darauf könnten die Forschungsbereiche "Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie" durchaus als "Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts" bezeichnet werden, betont die Landesstatthalterin.

Neuer Forschungsbereich

Der neue Forschungsbereich für "Lebensmittelchemie und -Lebensmitteltechnologie" soll am Institut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck in Dornbirn aufgebaut werden. "Die langjährige, schon bisher ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck wird mit dem zusätzlichen Forschungsbereich noch weiter intensiviert, auch weil sich die Forschungsaktivitäten deutlich ausweiten", macht die Landesstatthalterin deutlich. Allein von Landesseite werden bis Ende 2025 in Summe 500.000 Euro bereitgestellt. Indirekt finanziell beteiligen wird sich ebenso der Bund über die Universität Innsbruck. Als zusätzliche Förderschiene sollen außerdem Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) beantragt werden.

In weiterer Zukunft Lehrangebote denkbar

Wie die Landesunterstützung nach 2025 aussieht, wird auf der Grundlage eines Evaluationsberichtes entschieden, der für die ersten zweieinhalb bis drei Jahre vorzulegen ist. "Denkbar wären mittel- bzw. längerfristig auch entsprechende Weiterbildungs- und Studienangebote im Bereich Lebensmitteltechnologie, durchgeführt an der Fachhochschule Vorarlberg in enger Kooperation mit der Universität Innsbruck", blickt Schöbi-Fink etwas weiter in die Zukunft.

(VOL.AT)

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