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Vorarlberg startet ins neue Schuljahr: Schwerpunkte und Neuerungen

Kommenden Montag starten Vorarlbergs Schüler ins neue Schuljahr.
Kommenden Montag starten Vorarlbergs Schüler ins neue Schuljahr. ©APA/dpa
Bregenz, Wien - Kommende Woche starten in Vorarlberg 47.266 Kinder und Jugendliche sowie 6.204 Lehrer ins neue Schuljahr. Anlässlich des bevorstehenden Schulstarts im Westen präsentierten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin Bernadette Mennel am Dienstag Daten, Schwerpunkte und anstehende Neuerungen.

Es gebe in Sachen Gesamtschule sowohl in der Vorarlberger als auch in der Bundes-ÖVP eine offene Diskussion, erläuterte Wallner darüber hinaus im Rahmen des heutigen Pressefoyers. Beim neuen ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner stellt Wallner “Offenheit in Bildungsfragen” fest. Zum Projekt in Vorarlberg werden im Dezember Ergebnisse erwartet.

Umfrage: 19.700 Rückmeldungen

In Vorarlberg liegen aus einer Befragung im Herbst 2013 als Teil eines Forschungsprojekts rund 19.700 Rückmeldungen von Eltern, Lehrern und Schülern zu Einstellungen und Ansichten zu allen relevanten Schulthemen vor.

Ergebnisse im Mai 2015

Laut Wallner soll das Projekt mit der geplanten Endredaktion im Mai 2015 abgeschlossen werden, “dann gehen wir auf den Bund zu”. Man sei sich in Vorarlberg bewusst: “Gute Schulen bedeuten sichere Jobs”, so der Landeshauptmann.

Land investiert 14,5 Millionen Euro

Wallner betonte, dass Vorarlberg im kommenden Schuljahr in Ergänzung zu den Bundesmitteln 14,5 Mio. Euro für zusätzliches Lehrpersonal an den Allgemeinbildenden Pflichtschulen aus dem Landestopf zur Verfügung stelle. Das komme besonders kleineren Klassen, aber auch den Kleinst- und Kleinschulen zugute.

Verpflichtendes Sprachscreening

Man wolle weiter eigenständige Wege gehen, betonte er die Bemühungen bei der Sprachförderung. So führe Vorarlberg als einziges Bundesland ein verpflichtendes Sprachscreening für die Vierjährigen durch. Bestehen bei einem Kind sprachliche Defizite, ist es zum Besuch des Kindergartens verpflichtet.

Ganztägige Schulformen verdoppeln

Der Regierungschef unterstrich außerdem die Fortführung des 3,4 Mio. Euro teuren Volksschulpakets des Landes für zusätzliche Förderstunden sowie den Ausbau der ganztägigen Schulformen.

©LH Wallner und LR Mennel mit Landesschulratsdirektorin Evelyn Marte-Stefani und Schulabteilungsvorstand Andreas Meusburger während des heutigen Pressefoyers. Foto: VLK

Heuer steige das Angebot an Volks-, Mittel- und Polytechnischen Schulen auf 23 Standorte und 70 Klassen (plus 23 Prozent), in den nächsten drei Jahren werde eine Verdoppelung angestrebt. Zum Schulpaket gehören die Initiative “Kinder lieben Lesen”, das angesprochene Sprachscreening vor dem ersten Kindergartenjahr sowie das Pilotprojekt “Sprachcluster”. Unter Einbindung der Eltern bedürfe es dabei einer intensiven Zusammenarbeit von Kindergarten und Volksschule.

4.691 Erstklässler werden eingeschult

Bei den Schülerzahlen scheint sich der seit dem Schuljahr 2004/ 2005 rückläufige Trend wieder einzpendeln. So verzeichne Vorarlberg heuer erstmals wieder mehr Erstklässler: Im aktuellen Schuljahr werden 4.691 Erstklässler eingeschult, um 185 Kinder (plus 4,1 Prozent) mehr als 2013/14.

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Zahl der Schüler an Pflichtschulen rückläufig

Insgesamt nimmt die Zahl der Schüler an Pflichtschulen aber um 126 auf 30.734 (2013/14: 30.860) ab. Bei den weiterführenden Schulen steigt sie um 114 Heranwachsende auf 16.532 (2013/14: 16.418) an. An 279 Schulen werden voraussichtlich 2.414 Klassen geführt, davon 1.730 im Pflichtschulbereich. Ins neue Schuljahr 2014/ 15 starten damit insgesamt 47.266 Kinder und Jugendliche.

Personalsituation an Schulen angespannt

Sowohl im Pflichtschulbereich als auch an den weiterführenden Schulen konnten laut Schullandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) alle Lehrer-Stellen besetzt werden. An den Pflichtschulen werden 4.343 Lehrer, an den weiterführenden Schulen 1.861 Lehrer unterrichten. Die Personalsituation sei aber angespannt, und man würde sich weiteres Lehrpersonal wünschen, hieß es. (red/APA)

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