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Vorarlberg kein Boden für Atomkernkraft

"Sicherheit steht über wirtschaftlichem Profit. Deshalb bleibt Vorarlberg bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Atomkraft.", so Schwärzler. Stellungnahme [PDF 868 KB]

Schwärzler erinnerte an die Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf im November 1978, die in Vorarlberg mit 85 Prozent Nein-Stimmen ein besonders deutliches Ergebnis brachte. Aus dieser kritischen Haltung heraus hat sich im Ländle in der Folge ein stark ausgeprägtes Bewusstsein für naturnahe, nachhaltige und ressourcenschonende Wege in der Energiepolitik entwickelt. Landesrat Schwärzler: “Die Atomenergie ist ein Irrweg. Vorarlberg ist heute bundesweiter Vorreiter in der Förderung erneuerbarer Energieträger, als Solarland und Biomasseregion.”

Vor den Veranstaltungsteilnehmern im Landhaus berichtete Werner Bühlmann vom eidgenössischen Bundesamt für Energie über das Verfahren zur Erteilung einer unbefristeten Bewilligung für das Kernkraftwerk (KKW) Beznau II, über den Entsorgungsnachweis für ein Endlager in der Schweiz und über das Verfahren zur Genehmigung eines Brennelemente-Nasslager auf dem Areal des KKW Gösgen-Däniken.

Josef Lercher als Mitverfasser der Stellungnahme der Republik Österreich und des Landes Vorarlberg gegen eine unbefristete Betriebsbewilligung des KKW Beznau II legte die Bundes- und Landesposition umfassend dar. Die schweren und begründeten Bedenken Vorarlbergs gegen das über 30 Jahre alte und nur 90 Kilometer entfernt liegende KKW Beznau sind sowohl rechtlicher wie sicherheitstechnischer und politischer Natur. Von einem Nuklearunfall könnte bei Westwetterlage die österreichische Bevölkerung stärker betroffen sein als ein großer Teil der Schweiz selbst. Gegen eine unbefristete Bewilligung hat es mehrere Tausend Einsprachen aus der Bevölkerung gegeben, 99 Prozent davon aus Österreich, teilte Naturschutzbund-Obfrau Hildegard Breiner mit.

Grund für die Info-Veranstaltung im Landhaus ist ein bilaterales Abkommen, in dem der Erfahrungsaustausch über Entwicklungen in der Kernenergie festgelegt ist. Landesrat Schwärzler: “Die Atomkraft birgt unabwägbare Risiken. Deshalb verlangen wir auch künftig regelmäßige Informationen und Parteistellung im Bewilligungsverfahren.”

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