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Vorarlberg 2011 mit weniger Neuverschuldung als geplant

17,3 statt 24 Mio. Euro - LH Wallner: Budget 2011 war "Punktlandung".
17,3 statt 24 Mio. Euro - LH Wallner: Budget 2011 war "Punktlandung". ©VOL.AT/Paulitsch
Die Neuverschuldung Vorarlbergs im vergangenen Jahr ist geringer ausgefallen als im Budget 2011 geplant.

Um bei einem Gesamtvolumen von 1,415 Mrd. Euro ausgeglichen zu bilanzieren, hat das Land 17,3 Mio. Euro an Schulden aufgenommen und 6,2 Mio. Euro an Rücklagen aufgelöst, teilten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Siegi Stemer (beide V) am Dienstag nach der Genehmigung des Rechnungsabschlusses durch die Landesregierung mit.

“Höchstmaß an Haushaltsdisziplin”

Vorgesehen waren eine Neuverschuldung im Ausmaß von 24 Mio. Euro sowie der Einsatz von 15,9 Mio. Euro eigener Mittel. Sowohl Wallner als auch Stemer sprachen von einer Punktlandung. Im Vergleich mit dem Budget 2011 lagen die Ausgaben um lediglich 2,1 Mio. Euro bzw. 0,15 Prozent über dem Voranschlagswert. “Das war nur durch ein Höchstmaß an Haushaltsdisziplin zu erreichen”, unterstrich der Landeshauptmann. Zwar seien die Ertragsanteile des Bundes 2011 um rund 28 Mio. Euro höher ausgefallen als veranschlagt, dennoch habe man noch immer an den Schwierigkeiten der Krisenjahre 2008 bis 2010 zu knabbern.

Verschuldung auf 113,1 Millionen angestiegen

Die Verschuldung des Landes stieg per Jahresende 2011 von 95,8 auf 113,1 Mio. Euro an, das Volumen der disponiblen Rücklagen lag bei 73 Mio. Euro. “Wenn es so weiterginge, wäre im Hinblick auf die Rücklagen irgendwann das Ende erreicht”, räumte Stemer ein. Sowohl der Landeshauptmann als auch Stemer betonten aber, dass man 2012 “voll im Plan” liege – im heurigen Budget ist keine Neuverschuldung vorgesehen. Damit halte man den beschlossenen Stabilitätspakt nicht nur auf Punkt und Beistrich ein, sondern “übererfülle” ihn sogar, sagte Wallner.

Ausgaben: Minus bei Straßen- und Wasserbau

Rund 70 Prozent des Geldes wurden im vergangenen Jahr für die Bereiche Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft mit 333,4 Mio. Euro (2010: 327,4 Mio.), Soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung mit 330,8 Mio. Euro (2010: 294,1 Mio.) sowie Gesundheit mit 329,6 Mio. Euro (2010: 313,8 Mio.) aufgewendet. Eine neuerliche Ausgabenreduktion gab es im Straßen- und Wasserbau, nämlich von 94,5 Mio. Euro 2010 (2009: 111,5 Mio.) auf 92,9 Mio. Euro im vergangenen Jahr.

(APA)

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