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Vorarlberg kämpft gegen Diskriminierung

Die Regierungsparteien fordern einen Aktionsplan gegen Diskriminierung.
Die Regierungsparteien fordern einen Aktionsplan gegen Diskriminierung. ©VOL-live
Die Regierungsparteien Grüne, Volkspartei, SPÖ und Neos sprechen sich gegen Diskrimineriung in Vorarlberg aus.

Die Regenbogenfahne als Symbol der LGBTIQ+-Community war die letzten Wochen Ziel zahlreicher Vandalakte. Das zeigt, dass Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie in Vorarlberg noch lange nicht der Vergangenheit angehören. Aus diesem Grund fordern diese Regierungsparteien einen Aktionsplan, der gegen die Diskriminierung von LGBTIQ+-Personen vorgeht.

SPÖ und NEOS stellen Antrag gemeinsam

Die SPÖ-Gleichstellungssprecherin Elke Zimmermann und NEOS-Gleichstellungssprecher Johannes Gasser nehmen dies zum Anlass und bringen gemeinsam einen Antrag im Vorarlberger Landtag ein: "Dass Regenbogenfahnen abgefackelt werden ist schockierend und absolut nicht zu akzeptieren. Es zeigt aber auch, dass wir in Vorarlberg dringenden Handlungsbedarf haben, um die Diskriminierung von LGBTIQ-Personen zu verhindern und Akzeptanz für alle Lebens- und Liebesformen sicherzustellen. Dafür müssen Worten – wie im Arbeitsprogramm der schwarz-grünen Landesregierung – auch entsprechende Taten folgen", sind sich die beiden Landtagsabgeordneten einig.

Die Grünen: "Vorarlberg steht zusammen"

„Hass und Ausgrenzung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Wenn die Regenbogenfahne als Symbol für Vielfalt und Toleranz derart negative Reaktionen bis hin zu offenem Hass hervorruft, dann müssen wir in Vorarlberg nicht nur klar Stellung beziehen, sondern aktive Maßnahmen setzen“, zeigen die Grünen Landtagsabgeordneten Vahide Aydın, Eva Hammerer, Sandra Schoch und Daniel Zadra Diskriminierung jedweder Art die rote Karte.

„Die Regenbogenfahnen, die in ganz Vorarlberg wehen, haben eine enorme Symbolkraft. Diese wichtigen Zeichen der Solidarität müssen auch von konkreten politischen Maßnahmen begleitet werden“, hebt Landtagsvizepräsidentin Sandra Schoch den geplanten Aktionsplan für die Gleichstellung von LGBTIQ+-Personen auf Landesebene hervor.

Volkspartei: "Richtige Maßnahmen setzen"

„Diskriminierung hat viele Facetten und kennt keine Grenzen“, verweist die VP-Abgeordnete Gabriele Graf einerseits auf das aktuelle Gerichtsurteil in Minneapolis zum gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, das weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Gabriele Graf und Christina Metzler fordern in diesem Zusammenhang auch einen Schulterschluss der Vorarlberger Politik. „Es sollte unter allen im Landtag vertretenen Parteien Einverständnis herrschen, dass jegliche Form der Diskriminierung in Vorarlberg keinen Raum hat. Die Politik hat hier eine Vorbildwirkung. Nur gemeinsam können wir für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft eintreten und die richtigen Maßnahmen setzen.“

(VOL.AT)

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