Vorarlberg ist beim Wachstum Spitze

Schwarzach/VN - Bank-Austria-Chefökonom Bruckbauer: Das Land hat die höchste Dynamik aller Bundesländer.

Gute Nachrichten hat der Chefökonom der Bank Austria, Stefan Bruckbauer, für die Vorarlberger Wirtschaft. „Vorarlbergist gut auf dem Weg, 2011 das höchste Wachstum aller Bundesländer erreichen zu können. Während in Gesamtösterreich ein BIP-Anstieg um 2,3 Prozent zu erwarten ist, könnte die Dynamik in Vorarlberg um gut einen halben Prozentpunkt höher liegen“, so Bruckbauer gegenüber den VN.

Und weiter: „Vorarlberg hat nach einem verhaltenen Erholungsbeginn mittlerweile offensichtlich die Wachstumsführerschaft in Österreich übernommen. Die Vorarlberger Industrie profitierte in den vergangenen neun Monaten immer stärker von der hohen Dynamik in Deutschland, mit dessen Wirtschaftsraum aufgrund der Nähe eine der stärksten Handelsverbindungen aller österreichischen Bundesländer besteht. Auch die Nachfrage aus der Schweiz, unterstützt durch die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und Franken, gibt Schwung.“

Viele neue Jobs entstehen

Nutznießer der starken Erholung seien derzeit vor allem die Hersteller von Kunststoffwaren, Metallerzeugnissen, elektrischen Ausrüstungen und der Zuliefersektor der Autoindustrie. Auch der Maschinenbau scheint nun wieder in die Gänge zu kommen. „In der Sachgütererzeugung entstehen auf Grund der günstigen Auftragssituation und der laufenden Produktionsausweitung derzeit viele neue Jobs.

Seit Jahresbeginn 2011 liegt die Beschäftigung im Sektor um rund fünf Prozent über den Vorjahreswerten. Damit ist die Beschäftigungsdynamik in der Sachgüterindustrie mehr als doppelt so stark wie im Österreich-Schnitt“, kommentiert Bruckbauer die Entwicklung am Vorarlberger Arbeitsmarkt. Auch die rückläufige Entwicklung der Arbeitslosigkeit war in den vergangenen Monaten in keinem anderen Bundesland so stark wie in Vorarlberg.
Darüber hinaus habe sich jüngst auch der Aufwind im Vorarlberger Dienstleistungssektor noch etwas beschleunigt. Vor allem unternehmensnahe Dienstleistungen, also jene im Umfeld der stark wachsenden Sachgüterindustrie, expandieren derzeit kräftig.

Mit kräftiger Unterstützung aus dem Ausland geht auch die Erholung der österreichischen Wirtschaft weiter. Die Binnennachfrage wird in den kommenden Monaten an Dynamik zulegen können, was kräftigeren Investitionen zu verdanken sein wird.

Der moderate Aufschwung der Investitionstätigkeit seit Mitte des vorigen Jahres wird sich beschleunigen. Die Kapazitätsauslastung der österreichischen Industrie ist mittlerweile sogar höher als in Deutschland und liegt bereits über dem Vorkrisenniveau. Angesichts stark steigender Neuaufträge und wachsender Auftragsrückstände besteht ein Nachholbedarf, der sich 2011 in einem Plus der Ausrüstungsinvestitionen um über sechs Prozent zeigen wird. Die Bauinvestitionen werden hingegen aufgrund der Zurückhaltung der öffentlichen Hand im laufenden Jahr weiter verhalten bleiben.

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