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Vorarlberg ist beim Radfahren Österreichs Spitzenreiter

Der PlanB-Trolley hat eine Tragkraft von 50 kg. Erhältlich ist er beim ausgewählten Fahrradhandel in den planB Gemeinden zum Preis von 298 Euro. Die planB Gemeinden unterstützen ihre Bürgerinnen und Bürger beim Trolleykauf mit 100 Euro.
Der PlanB-Trolley hat eine Tragkraft von 50 kg. Erhältlich ist er beim ausgewählten Fahrradhandel in den planB Gemeinden zum Preis von 298 Euro. Die planB Gemeinden unterstützen ihre Bürgerinnen und Bürger beim Trolleykauf mit 100 Euro. ©VLK
Vier von zehn Autofahrten in Vorarlberg sind kürzer als fünf Kilometer. Der VCÖ weist darauf hin, dass für das Ziel einer erdölfreien Mobilität der Anteil von Radfahren und Gehen auch in Vorarlberg weiter erhöht werden muss.

Damit Einkaufsfahrten vom Auto auf das Fahrrad oder Gehen verlagert werden, haben die planB Gemeinden den planB Trolley entwickelt. Der planB Trolley wird mittlerweile europaweit verkauft und wurde heute von VCÖ, Landesrat Johannes Rauch und den ÖBB mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg 2016 ausgezeichnet.

Fahrradmitnahme in Öffis muss erleichtert werden

Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wählen für 15 Prozent ihrer Wege das Fahrrad, das ist mehr als sonst wo in Österreich. In den nächsten Jahren der Fahrradanteil auf 20 Prozent gesteigert werden, betont Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. “Ziel ist es, insbesondere die Kombination Fahrrad – Öffentliche Verkehrsmittel zu fördern, weil sich hier die Stärken der verschiedenen Verkehrsmittel auf allen Strecken bestens ergänzen können.” Vorarlberg soll in Sachen Fahrrad das Kopenhagen der Alpen werden, wünscht sich der Landesrat.

Junge und Ältere sind mehr mit dem Fahrrad unterwegs

Derzeit wird jeder dritte Alltagsweg in Vorarlberg zu Fuß oder mit dem Rad erledigt. Dabei gibt es ein Stadt-Land Gefälle, macht der VCÖ aufmerksam. In Bregenz sind es 45 Prozent, in den großen Orten des Zentralraums im Schnitt 36 Prozent und in den peripheren Gemeinden 26 Prozent. Die Champions beim Gehen und Radfahren sind Kinder und Jugendliche sowie die Seniorinnen und Senioren: Die 6- bis 17-Jährigen legen 46 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Die Gruppe der über 64-Jährigen sind für 44 Prozent der Alltagswege bewegungsaktiv mobil.

Stiplovsek Dietmar
Stiplovsek Dietmar ©Stiplovsek Dietmar

Auch in Vorarlberg gibt es noch Luft nach oben

Der durchschnittliche Fußweg ist 1,3 Kilometer, die durchschnittliche Radfahrt drei Kilometer lang. “Vorarlberg ist beim Radfahren Österreichs Spitzenreiter, aber das Potenzial für eine deutliche Zunahme des Radverkehrs ist auch in Vorarlberg noch groß”, betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Jede vierte Autofahrt ist kürzer als drei Kilometer, vier von zehn Autofahrten der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind kürzer als fünf Kilometer.

Ein Trolley als Fahrradanhänger

Das umweltfreundliche Einkaufen mit dem Rad oder zu Fuß erleichtern, ist das Ziel des Gewinnerprojekts des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg: Der planB-Trolley ist der erste Trolley, der auch als Fahrradanhänger genutzt wurde. Beauftragt von den planB Gemeinden (Stadt Bregenz sowie der Gemeinden Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt), umgesetzt von Kairos und der Firma Andersen Zahlreiche Vorarlberger Gemeinden wollen das Projekt im Jahr 2017 übernehmen. Und: Aufgrund des großen Erfolges hat die Firma Andersen diesen Trolley in das reguläre Sortiment aufgenommen und verkauft diesen europaweit. VCÖ, Landesrat Johannes Rauch und ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer überreichten den VCÖ-Mobilitätpreis Vorarlberg an die Bürgermeister der planB Gemeinden.

Stiplovsek Dietmar
Stiplovsek Dietmar ©Stiplovsek Dietmar

Gesamtkonzepte werden für Vorarlberg entwickelt

“Was das Radfahren und Gehen für die kurzen Wege ist, bedeutet das Bahnfahren für die längeren Strecken. Die einfache Kombination der verschiedenen Fortbewegungsmittel macht sanfte Mobilität zur perfekten Alternative. Auch das heurige Gewinnerprojekt ist ein Beweis dafür, dass wir gerade bei der Mobilität gesamthaft denken müssen”, so Gerhard Mayer der Regionalleiter des ÖBB-Personenverkehrs in Vorarlberg.

(red.)

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