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Vorarlberg: Immobilienpreise steigen weiter stark - Mietpreise dagegen nur leicht

Der Immo-Guide der Vorarlberger Sparkassen soll bei der Ermittlung von Immobilienwerten helfen.
Der Immo-Guide der Vorarlberger Sparkassen soll bei der Ermittlung von Immobilienwerten helfen. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Das knappe Angebot und die immer größer werdende Nachfrage trieben 2016 die Vorarlberger Immobilienpreise noch weiter nach oben. Eine Entspannung der Lage ist vorerst noch nicht in Sicht.
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Baugrundstücke für Private und Gewerbebetriebe blieben auch im vergangenen Jahr Mangelware. Hoch im Kurs standen auch kleinere Anlegerwohnungen. Eine gewisse Konsolidierung konnte auf dem Mietmarkt beobachtet werden. Die Preissteigerungen in diesem Segment fielen 2016 moderater aus. Diese Entwicklungen bildet auch der gerade erschienene Immo-Guide, der Vorarlberger Immobilienpreisspiegel, ab. Er gilt als wichtiger Barometer für Immobilienwerte in Vorarlberg und enthält Richtwerte für Gewerbe- und Wohnimmobilien in den wichtigsten Regionen des Landes.

Preissteigerungen in fast allen Segmenten

Das Jahr 2016 war österreichweit das Jahr der Immobilieninvestments. Begehrt waren alle Arten von Immobilien – von der Eigentumswohnung oder dem Einfamilienhaus zur Eigennutzung, über die Vorsorgewohnung bis hin zu Büro- und Gewerbeimmobilien. Ausschlaggebend war dabei sicher auch das Fehlen anderer, ertragreicher Anlageformen. „Besonders Privatpersonen legten ihr Erspartes verstärkt in Immobilieneigentum an. Günstige Kredite auf der einen Seite, aber auch die Sicherheit, die der eigene Grund und Boden bietet, auf der anderen Seite, machen Immobilienkäufe so attraktiv“, erklärt Andreas Schabmann, der gemeinsam mit Harald Salzmann die Geschäfte von Sparkassen REAL Vorarlberg leitet, das Phänomen weiter steigender Preise.

Wenn man 2016 das seltene Glück hatte, ein Baugrundstück im Ländle zu ergattern, musste man, mittlerweile fast unabhängig von der Lage, besonders tief in die Tasche greifen. Aber nicht nur Baugrundstücke, sondern auch Gebrauchtimmobilien erzielten Spitzenpreise. Investoren hatten es vor allem auf gebrauchte Wohnungen in der Kategorie zwischen 150.000 und 160.000 Euro Kaufpreis abgesehen, sodass auch sich mittlerweile auch das Angebot von Anlegerwohnungen im Ländle empfindlich verknappt hat. Denn mit einem hohen Fremdfinanzierungsanteil lassen sich bei Anliegerwohnungen Steuervorteile effektiv nutzen: Kreditzinsen und Kreditnebenspesen gelten dann als Aufwand, der steuerlich abgesetzt werden kann. Der Eigenmittelanteil sollte aber zumindest 30% der Gesamtkosten decken.

Während die Preise für Wohneigentum im Jahr 2016 ordentlich anzogen, entwickelten sich die Mietpreise nur leicht nach oben. Das Angebot an leistbaren Mietwohnungen ist jedoch weiterhin nur sehr begrenzt, sodass sich gerade für junge Erwachsene die Suche nach der ersten eigenen Wohnung nicht einfach gestaltet.

Wer im vergangenen Jahr in Vorarlberg eine Gewerbeimmobilie suchte, musste schon sehr hartnäckig und zahlungskräftig sein: Grundstücke waren kaum am Markt, auch wenn die Gemeinden eifrig bemüht sind, freie Flächen entsprechend umzuwidmen. Vor allem die bekannten Gewerbeparks freuten sich über eine hohe Auslastung. Gering ist allerdings ist die Nachfrage nach Geschäftslokalen ohne Frequenz. Hier kann es sogar möglich sein, dass eine solche Immobilie über mehrere Jahre freisteht.

Mittelfristiger Ausblick

„Der Bestand an Immobilien in Österreich ist durchschnittlich 50 Jahre alt. Bedingt durch die demografische Entwicklung dürften in den nächsten fünf bis sieben Jahren Häuser und Wohnungen verstärkt innerhalb der Familie verschenkt oder vererbt werden und dann auch auf den Markt kommen“, weiß der Sparkassen REAL Vorarlberg-Geschäftsführer. Diese in die Jahre gekommenen Immobilien aber können nicht so schnell an die neue Bedarfssituationen – mehr Pensionisten, mehr Singles, mehr Migration – angepasst werden und weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf: Viel Geld wird dort in Raumaufteilung, Heizungsanlagen, Isolierung und in allgemeine Komfortverbesserung fließen müssen. „Mittelfristig könnte das das Immobilienangebot in Vorarlberg ausweiten und damit auch einigermaßen zu einer Normalisierung der Preise führen“, berichtet Andreas Schabmann. Davon würde dann auch das Land Vorarlberg profitieren, denn Sanierung schafft Arbeitsplätze, bringt Energieeinsparungen und bietet die Chance, aus größeren Einheiten mehrere kleine zu machen.

Immo-Guide – Vorarlberger Immobilienpreisspiegel

„Rechtsanwälte, Notare, Treuhänder, aber auch interessierte Privatpersonen nutzen den Immo-Guide schon seit Jahren zur Ermittlung von Immobilienwerten. Heute informieren sich Immobilieninteressierte umfassender über Kaufmöglichkeiten und hinterfragen dementsprechend kritisch die einzelnen Angebote“, so Schabmann.

(Red.)

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