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Vorarlberg hilft Strahlenopfern

Ihre Augen leuchteten, als Dr. Irina Romaschevskaja,  für die Leukämietherapie notwendige Medikamente der Aktion „Vorarlberg hilft Strahlenopfern“ übernahm.

Kinderleukämiestation im Regionalkrankenhaus Gomel, 18 Jahre nach der folgenschwersten Atomkatastrophe von Tschernobyl: Etwa 30 Neuerkrankungen an Blutkrebs werden jährlich eingeliefert. Die „Spitze“ ist etwas abgeflacht, „aber es kommen auch viel weniger Kinder zur Welt“, Irina. „Die jungen Leute haben Angst, ihre Kinder könnten durch die Folgen von Tschernobyl krank werden“. Dabei würde die wirtschaftliche Situation eine junge Gesellschaft benötigen. Zwar werden die schwangeren Frauen zu Fruchtwasseruntersuchungen veranlasst, sozial schlecht gestellte Mütter vom Land kommen aber einfach nicht. Es wird noch lange dauern Tschernobyl wirft seine tödlichen Schatten weit in die Zukunft voraus. „Es wird noch lange Zeit dauern“, fürchtet die Leukämiespezialistin. Die Medikamentenhilfe aus Vorarlberg ist ein „Dauerauftrag“, der sich lohnt. Die Überlebenschance der Kinder ist auf westliches Niveau angestiegen. Diesmal hatten die Arzneimittel einen Wert von 14.000 Euro. Auf eigene Initiative und Kosten sind kurz vor den orthodoxen Weihnachten diesmal die Bregenzer Gynäkologin Dr. Elke Sader und Dr. Rudolf Brugger mit nach Gomel gereist, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Dr. Brugger: Trauer macht sprachlos: Dr. Irina Romaschevskaja und stv.„VN“-Chefredakteurin Marianne Mathis übergeben überlebensnotwendige Medikamente in der Leukämiestation. Punktgenau und direkt ins Spital Wie die Medikamentenhilfe abläuft Die – nach dem Tod von Dr. Schumichina interimistische Leiterin der Kinderleukämiestation in Gomel, Dr. Irina Romaschevskaja, übermittelt jeweils die Liste jener Medikamente, die für die Therapie der Kinder notwendig sind. Größtenteils sind es Zytostatika, Antibiotika und vor allem Immunglobuline. Der Leiter der Anstaltsapotheke in Landeskrankenhaus Feldkirch, Mag. Rainer Sienz, checkt die Listen durch und besorgt die Präparate. Die Spedition Gebrüder Weiß macht gratis Ausfuhrpapiere. Diesmal ging der Flug über Friedrichshafen und Frankfurt nach Minsk, die Lufthansa übernahm den Transport kostenlos. Heilendes „Gepäck“ In jedem Fall sind die Medikamente „Gepäck“ der Aktion „Vorarlberg hilft Strahlenopfern“. Nichts geht unbegleitet nach Weißrussland. Dank der Unterstützung durch die dortigen Behörden können die Pakete direkt am Flughafen in Minsk übernommen, unverzüglich nach Gomel gebracht und in der Leukämiestation direkt übergeben werden. Sie bestätigt jeweils schriftlich den Empfang.

„Katastrophale Lage“ auf der Geburtshilfestation Dr. Sader und Dr. Brugger starten Hilfsprojekt 85 Prozent aller Frauen in der Region Gomel haben im Verlauf ihrer Schwangerschaft ernste Probleme, in Vorarlberg haben 85 Prozent keine, weiß Dr. Elke Sader. Im Regionalkrankenhaus Gomel ist das Zentrum für Risikoschwangerschaften untergebracht, „die medizinische Ausrüstung ist katastrophal“. Zahlen über Missbildungen werden offiziell nicht bekanntgegeben, „es müssen aber viele sein, weil das Zentrum für pränatale Diagnostik ist bestens ausgerüstet. Dank Spenden aus Vorarlberg, vor allem der Volkshilfe und dem Kiwanisclub Rheintal-Iris konnte Sader diesmal eine Grundausrüstung an medizinischen Gütern und für die Hygiene in die Geburtshilfe bringen. „Dr. Brugger und ich werden uns Gedanken machen, wie man die ärztliche Hilfe noch besser koordinieren kann und überlegen uns weitere sinnvolle Hilfsprojekte.

Kontakt:
elke.sader@landtag.cnv.at
und
brugger@arzt.mns.co.at

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