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Vorarlberg: Grenzüberschreitender Fokus auf Inklusion

Landesrat Bernhard besuchte die erste Internationale Bodensee-Tagung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung (im Bild v.l.n.r.: Dr. Peter Ammann (ÖZIV), Dr. Martin H. Staudinger (Sozialministeriumservice), Dr. Christian Bernhard (Landesrat)).
Landesrat Bernhard besuchte die erste Internationale Bodensee-Tagung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung (im Bild v.l.n.r.: Dr. Peter Ammann (ÖZIV), Dr. Martin H. Staudinger (Sozialministeriumservice), Dr. Christian Bernhard (Landesrat)). ©VLK/Land Vorarlberg
Hürden und Barrieren beseitigen im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung: Dazu fand auf Einladung des Landkreis Konstanz am Donnerstag eine internationale Tagung statt, an der für Vorarlberg Gesundheitslandesrat Christian Bernhard teilgenommen hat.

“Ziel ist, das integrative Miteinander in der Bodenseeregion weiter zu stärken”, formulierte Bernhard bei der Podiumsdiskussion eine zentrale Zielsetzung. Die UN Behindertenkonvention stellt sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für alle Beteiligten dar. Lag früher der Fokus auf Fürsorge und Versorgung behinderter Menschen, steht nunmehr eindeutig der Menschenrechts- und Gleichstellungsgedanke im Vordergrund.

Wie lässt sich mehr politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung erreichen? Dieser Frage widmeten sich neben politischen Entscheidungsträgern auch Behindertenbeauftragte, Fachkräfte und alle Interessierten aus der gesamten Vierländerregion Bodensee im Tagungs- und Kulturzentrum Milchwerk in Radolfzell. Die Veranstalter konnten rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.

Selbstvertreter Siegfried Glössl, Vorarlberg und Landesrat Christian Bernhard.
Selbstvertreter Siegfried Glössl, Vorarlberg und Landesrat Christian Bernhard. ©Selbstvertreter Siegfried Glössl, Vorarlberg und Landesrat Christian Bernhard. Fotos: VLK/Land Vorarlberg

Selbstbestimmung stärken

Gemeinsames Anliegen sei, Menschen mit Behinderung in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und ihnen gleichwertige Lebensbedingungen zu ermöglichen, verdeutlichte der Landesrat: “Zusätzlich zu den politischen Aktivitäten ist die Bewusstseinsbildung, der Barriereabbau in den Köpfen von Bedeutung. Denn Inklusion gelingt nur, wenn sie von Menschen getragen und gelebt wird”. Deshalb ist die Einbindung aller notwendig.

Bund, Länder, Gemeinden, Institutionen sowie auch die aktive Mitwirkung der Betroffenen Menschen mit Behinderungen gewährleisten realistische Maßnahmen, Rahmenbedingungen und Lösungen auf dem Weg zur Inklusion. Die Tagung hat nach Ansicht von Bernhard wichtige Impulse für einen nachhaltigen und grenzüberschreitenden Austausch gesetzt. Es sei gelungen, die Basis für eine koordiniertere Zusammenarbeit im Bereich Inklusion zu erarbeiten, so der Landesrat.

Die Schwerpunkte bei der ersten Internationalen Bodensee-Tagung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung sind der barrierefreie Tourismus und grenzüberschreitende Mobilität, sowie Erfolgsfaktoren für institutionelle Angebote, Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung und Menschen mit Behinderung im Erwerbsleben.

Eigenverantwortung stärken

“Vorarlberg hat auf dem Weg zur Inklusion bereits im Jahr 2006 das Chancengesetz beschlossen”, informierte Bernhard. Von den verschiedenen Fortschritten, die auf dem Weg zur Inklusion in jüngster Zeit erzielt werden konnten, hob er insbesondere die Umsetzung der Persönlichen Assistenz für die soziale Teilhabe, die Intensivierung der Maßnahmen zur Arbeitsintegration sowie die Einrichtung von Peer Beratung zur Stärkung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung hervor.

In Vorarlberg sind knapp 10.000 Menschen von den Maßnahmen und Leistungen der Integrationshilfe betroffen. Im Landesvoranschlag 2018 sind dafür gut 78 Millionen Euro vorgesehen, das ist eine Steigerung um drei Prozent.

(VLK)

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