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Vorarlberg für BürgerInnen-Rat zu Asyl- und Flüchtlingswesen ausgezeichnet

Julia Stadelmann und Michael Lederer vom Büro für Zukunftsfragen nahmen den Verwaltungspreis 2016 in der Kategorie "Innovative Beteiligung/Partizipation" entgegen.
Julia Stadelmann und Michael Lederer vom Büro für Zukunftsfragen nahmen den Verwaltungspreis 2016 in der Kategorie "Innovative Beteiligung/Partizipation" entgegen. ©BKA/ Wenzel
Wien, Bregenz. Die Vorarlberger Initiative Bürgerinnen-Rat zum Asyl- und Flüchtlingswesen ist in Wien mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2016 gewürdigt worden. Einen Anerkennungspreis heimste daneben auch das Projekt "VBK.net - Budgetierungsmodel neu" ein.

Nach dem vom Lebensministerium gesponserten Preis der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) erhielt Vorarlberg für den BürgerInnen-Rat zum Asyl- und Flüchtlingswesen erneut eine Auszeichnung. Im Bundeskanzleramt in Wien nahmen Julia Stadelmann und Michael Lederer vom Büro für Zukunftsfragen im Amt der Landesregierung am Dienstag den Österreichischen Verwaltungspreis 2016 entgegen. Ausgezeichnet mit einem Anerkennungspreis wurde daneben das Projekt “VBK.net – Budgetierungsmodul neu”.

Landeshauptmann Wallner nahm beide Würdigungen erfreut zur Kenntnis: “Vorarlbergs Verwaltung kann mit Know-how und innovativen Ansätzen überzeugen”, so Wallner. Der Österreichische Verwaltungspreis 2016 ging in der Kategorie “Innovative Beteiligung/Partizipation” an den landesweiten BürgerInnen-Rat zum Asyl- und Flüchtlingswesen.

Auf neues Terrain vorgewagt

Sogenannte “BürgerInnen-Räte” werden in Vorarlberg auf Gemeindeebene, in den Regionen, aber auch landesweit seit dem Jahr 2006 regelmäßig organisiert. Das Ziel: Die Bevölkerung aktiv in die politische Zukunftsgestaltung einzubeziehen. Mit dem Rat zum Asyl- und Flüchtlingswesen im Juni des Vorjahres wagte sich Vorarlberg inhaltlich auf neues Terrain. Im Vordergrund sei das Anliegen gestanden, “die Bevölkerung von Anfang an bei dieser wichtigen Zukunftsfrage aktiv einzubeziehen”, erläutert Wallner.

23 nach dem Zufallsprinzip aus dem Melderegister ausgewählte Bürger beschäftigten sich zwei Tage lang intensiv mit Fragen zur Asyl- und Flüchtlingsthematik. “Wie kann Vorarlberg mit der Herausforderung gut umgehen?”, “Was wird dafür benötigt?” und “Welche Erwartungen stellen wir an die Asylwerbenden im Land?”: Diese und andere Fragestellungen wurden gemeinsam aufgearbeitet. Im Rahmen von zwei Bürgercafés wurden die Ergebnisse aus dem Forum anschließend der Öffentlichkeit und der Politik präsentiert. Die Anregungen und Ergebnisse, die daraus hervorgingen, wurden in der Landesregierung intensiv diskutiert. Sie fließen auch in die Regierungsarbeit mit ein.

Anerkennungspreis für “VBK.net – Budgetierungsmodul neu”

Mit einem Anerkennungspreis in der Kategorie “Integratives Design moderner Steuerungsinstrumente in Zeiten der wirkungsorientierten Verwaltungsführung” wurde darüber hinaus das im Land umgesetzte Projekt “VBK.net – Budgetierungsmodul neu” ausgezeichnet. Im Budgetierungsmodul des Landesrechnungswesens VBK.net wurden im Zuge des mehrjährigen Projekts “VBK-Migration” verschiedenste Möglichkeiten umgesetzt, die den Verantwortlichen sowohl bei der Budgeterstellung, als auch bei Auswertungen eine mehrdimensionale Sicht auf Nebenbücher (wie bspw. Kosten-Leistungsrechnung) ermöglichen. Der Anerkennungspreis wurde von Christian Fischer (Landes-Informatik), Mario Reis (Finanzabteilung) und Wolfgang Rützler (Landes- Rechnungswesen) in Wien entgegengenommen.

©Anerkennungspreis in der Kategorie “Moderne Steuerung” für das im Land umgesetzte Projekt “vbk.net”. Im Bild (v.l.): Ursula Rosenbichler, Christian Fischer, Projektleiter Mario Reis, Wolfgang Rützler und Staatssekretärin Sonja Steßl. Foto: BKA/ Andy Wenzel

Alle Preisträger wurden von einer Jury, bestehend aus Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis, nach klar definierten Beurteilungskriterien ermittelt. Die Würdigung für den BürgerInnen-Rat wurde unter anderem damit begründet, dass es mit ihm gelungen sei, in Sachen Asyl und Flüchtlinge zu einem sehr frühen Zeitpunkt einer konstruktiven Auseinandersetzung den Weg zu ebnen. Positiv hervorgehoben wurde darüber hinaus die rechtliche Verankerung – 2013 hat Vorarlberg bekanntlich die BürgerInnen-Räte als Element der partizipativen Demokratie in seiner Landesverfassung verankert – und die Praxis des Landes, solchen Beteiligungsansätzen bei der Politikformulierung starkes Gewicht einzuräumen. Verliehen wurden die Preise von Staatssekretärin Sonja Steßl. (VLK/red)

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