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Vorarlberg: Familie haust in Hohenemser Schimmelwohnung

Familie Mohamed benützt nur noch das Wohnzimmer ihrer Wohnung.
Familie Mohamed benützt nur noch das Wohnzimmer ihrer Wohnung. ©Vorarlberg heute Video Screenshot
Schimmel an allen Ecken und Enden der Wohnung, ein ärztliches Attest, das einen dringenden Auszug empfiehlt, doch es findet sich keine neue Bleibe. Die vierköpfige Familie Mohamed aus Hohenems ist verzweifelt, erwartet die Mutter in diesen Tagen auch noch ein Baby.

Die für die Familie zuständige Sozialarbeiterin Rosi Flatz verlangt eine Notwohnung von der Stadt. In ihrer 30-jährigen Tätigkeit habe sie so eine Wohnung noch nie gesehen, so Flatz gegenüber ORF Vorarlberg. In den Schlafzimmern könne schon seit einigen Monaten niemand mehr schlafen, daher übernachtet die bald fünfköpfige Familie im Wohnzimmer, da dieser Raum noch am wenigsten befallen ist.

Schimmel einfach übermalt?

Familie Mohamed flüchtete aus dem Irak, seit 2017 hat sie Asylstatus und wohnen im betreffendem Haus in Hohenems. Wie der Familienvater Saif Mohamed berichtet, gab es bei ihrem Einzug im Oktober noch keine Probleme mit dem Schimmel. Sie seien aber schon im Winter danach auf den Schimmel aufmerksam geworden. Sozialarbeiterin Flatz vermutet, dass der Schimmel vor dem Einzug nur übermalt worden ist.

Für die Mutter, die hochschwanger ist, ist der Schimmel in der Wohnung besonders gesundheitsgefährdend. Zurecht hat die Familie Angst, dass das Baby durch die Schimmelbelastung krank werden könnte. Ein Schreiben ihres Hausarztes bekräftigt ihre Befürchtungen. "In gesundheitlicher Hinsicht ist es für die Familie sehr wichtig, dass sie möglichst schnell eine neue Wohnung bekommen", heißt es darin.

Wenig Hoffnung

Schon seit Monaten sucht die Familie nach einer neuen Bleibe, bisher konnte sich jedoch nichts Neues finden. Vor drei Monaten, so erzählt die Familie, sei jemand von der Gemeinde bei ihnen gewesen. Man habe Fotos und Notizen gemacht, konnte der Familie aber keine großen Hoffnungen machen. Im Rathaus der Stadt ist das Problem bekannt, vom Bürgermeister gab es dazu jedoch keine Stellungnahme, wie der ORF berichtet. Es wurde nur mitgeteilt, dass die Baupolizei sich den Fall ansehen müsste.

Der Leiter des Wohnungs- und Sozialamts Egon Berchtold bezieht Stellung zur Schimmelwohnung: "Das ist eine ganz schlechte Wohnung. Bisher konnten wir aber noch keine Lösung für die Familie finden." Hohenems habe nur zwei Notwohnungen zur Verfügung, die man für Katastrophen freihalten müsse. Zudem sei eine der Notwohnungen bereits belegt, weil eine Familie mit ähnlichen Problemen dort einquartiert werden musste.

Warten

Nun müsse man eben warten, bis eine gemeinnützige Wohnung freiwerde, zurzeit gib es 400 Wohnungswerber in Hohenems. Man habe jedoch die Dringlichkeit dieses Falles erkannt und versuche ihn dementsprechend zu priorisieren. Berchtold hofft, dass sich im Herbst eine Lösung für die Familie finden lässt.

(Red.)

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