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Vorarlberg: Euthanasie-Denkmal in Hohenems eröffnet

Am Mittwoch wurde das neue Denkmal eröffnet.
Am Mittwoch wurde das neue Denkmal eröffnet. ©Stadt Hohenems
Mindestens zehn Hohenemser wurden Opfer der NS-Euthanasie - für sie wurde am Mittwoch ein Denkmal eröffnet.
Euthanasie-Denkmal in Hohenems
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Zwischen 1934 und 1945 wurden in NS-Deutschland und in NS-Österreich zwischen 70.000 und 100.000 Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Institutionene ermordet, die teils als „Heil- und Pflegeanstalten“ bezeichnet waren. Rund 400.000 Personen wurden Zwangssterilisierungen unterzogen. Mindestens zehn Hohenemser Bürger wurden im Zuge des Euthanasie-Programms ermordet. In Ergänzung zu den "Stolpersteinen", welche seit 2014 an die jüdischen Opfer der NS-Diktatur erinnern, wurde am Mittwoch ein Denkmal für die verstorbenen Hohenemser errichtet.

"Mit diesem Denkmal soll im öffentlichen Raum der Stadt Hohenems mit künstlerisch-sensibler Herangehensweise ein Zeichen gesetz werden, um den Opfern der NS-Euthanasie zu gedenken. 'Gegen das Vergessen' ist das Motto, das wir in Hohenems angesichts der jüdischen Geschichte unserer Stadt als Verantwortung sehen", so Bürgermeister Dieter Egger bei der Eröffnung des neuen Denkmals.

Zwischen Krankenhaus und Bahnhof

Bildhauer Udo Rabensteiner hat das Denkmal gefertigt, das etwa 175 Zentimeter im Quadrat bei einer Höhe von etwa 30 Zentimetern umfasst. Ein Riss durchzieht eine Platte aus "Schwarzachtobler Quarzsandstein" und teilt sie in fünf Elemente. Eines dieser Steinelemente trägt die Inschrift "Im Gedenken an die Hohenemser Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie und Verfolgung".

Das Projekt wird wissenschaftlich vom Historiker Wolfgang Weber begleitet. Weber, Past-Präsident der Lions Hohenems – der Club hatte sich im Sinne der Statuten der Lions Bewegung für das Denkmal eingesetzt – forscht seit Jahren zur Euthanasie der NS-Diktatur. Als Gründungsmitglied des Vorarlberger Monitoringausschusses, der die staatliche Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention begleitet, beschäftigt er sich auch mit Fragen der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Gegenwart. Mit dem Landeskrankenhaus Hohenems fand die Stadt einen Partner für einen passenden, symbolischen Aufstellungsort eines solchen Denkmals. Es wird im Garten des Landeskrankenhauses zu finden sein, direkt an der Kreuzung zwischen Bahnhofstraße und Kaiserin-Elisabeth-Straße.

(red)

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